Frauen sind einzigartig und sollten ihren eigenen Modestil finden © jacob nizierski Fashion

Style: ein Wort, das mit vielerlei Bedeutung aufgeladen wird. Betrachtet man sich die meisten Aussagen die zum Style im Kontext von Mode getätigt werden, fällt auf, dass darin vor allem erzählt wird, wie Frauen möglichst gleich werden: Trendfarben hier, Trend-Boots dort. Und dann verwundert es nicht, dass man in der Fußgängerzone nicht nur eine, sondern gleich mehrere „Kloninnen“ herumlaufen sieht. Mit etwas Pech gipfelt dieses Denken in Trends dann in der Geschichte von sechs Frauen, die – ohne sich abgesprochen zu haben – im gleichen Kleid auf einer Hochzeit auftauchen, wie im Beitrag „Ein halbes Dutzend Frauen kommt unabsichtlich im GLEICHEN KLEID zu einer Hochzeit“ auf tres-click.com nachzulesen ist. Dabei ist es eigentlich einfach, den eigenen Style als Frau zu finden sowie eine eigene Linie zu fahren und das, ohne dass man anachronistisch wirkt.

Charaktercheck machen und den eigenen Style finden

Nun mögen sich manche die Frage stellen, was denn so schlimm daran ist, im Strom zu schwimmen. Die Antwort ist einfach: Jede Frau ist anders, sieht anders aus, denkt und handelt anders. Doch für die (Mode-) Industrie ist es am besten, wenn sie uns in kategorisierbare Schubladen stecken kann. Konträr zum Schubladendenken sollte man bei seinem Charakter den ersten Hebel ansetzen und erstmal eruieren, welcher Typ man eigentlich ist, um den eigenen Style als Frau zu finden.

Eine introvertierte Frau beispielweise, denkt und handelt laut dem Artikel „Wie introvertierte Menschen lieben“ auf gedankenwelt.de in anderen Bahnen als eine Powerfrau. Bei ersterer würde das Punk-Shirt samt Nieten-Lederjacke vielleicht ebenso falsch wirken wie bei letzterer das zartgemusterte Blümchen-Oberteil.

Wenn man es schafft, im Stil seinen Charakter widerzuspiegeln, dann ist bereits ein großer Schritt dazu getan, nicht mehr mit der Herde mitzulaufen, dann hat man nur noch „Konkurrenz“ bei gleichgesinnten Frauen.

Einzigartiger Body, einzigartiger Look

Im nächsten Schritt geht es darum, die Auswahl in Richtung Figur abzustimmen, damit „Frau“ ihren eigenen Style findet. Denn: Würde eine Pastell-Leggings zu einer introvertierten Frau passen? Mit Sicherheit. Doch was ist, wenn ebendiese Frau einen klassischen Sanduhren-Körper hat, mit stark ausgeprägten Hüften und einem großen Po? Dann würde besagte Leggings etwas zu aufreizend wirken und, für den introvertierten Charakter ist das vielleicht unangenehm, große Aufmerksamkeit nach sich ziehen. Grundsätzlich wird zwischen vier Frauen-Körpertypen unterschieden hier geht’s zur anschaulichen Graphik:

  • A-Typen haben einen schmalen Oberkörper und runde Hüften
  • Y-Typen haben eine schmale Hüfte, aber eine ausgeprägte Oberweiten- und Schulterpartie
  • O-Typen haben generell ausgeprägte Hüften, Taille und Oberweite
  • X-Typen (das sind die Sanduhren oder „Coke-Bottles“) haben eine ausgeprägte Hüft- und Oberweitenpartie, aber eine gut definierte Taille

Und anhand dieser Linien stellt man sich im Rahmen der im ersten Kapitel genannten Punkte Schnitte zusammen. Dabei gilt als „goldene Regel“: Betonen, womit frau selbst(!) zufrieden ist, kascfhieren was einem nicht so gefällt.

>>>Lesetipp: Mit einfachen Tricks Figurprobleme kaschieren

Et voila: Schon ist der Look ein weiteres Stück einzigartiger geworden und passt zudem zu der individuellen Figur.

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Frauen haben unterschiedliche Figuren und können sich in Sachen Mode an ihrem Körpertyp orientieren © clarke sanders

Weg von falschen Tipps

Für die meisten Frauen ist dieser Punkt der schwierigste. Denn eine vertraute Person gehört für viele in unsicheren Momenten (und dazu gehört das Finden ihres eigenen Stils) dazu. Das Problem daran: So gut einen die beste Freundin vielleicht kennt, mit ihren Tipps projiziert sie immer ein Stück weit ihre eigene Ansicht. Die Ratschläge mögen zwar ehrlich sein und nur das Beste im Sinn haben. Doch sie führen dazu, dass die Ansichten einer anderen Frau mit in den eigenen Stil-Kanon übernommen werden. Das kann passen, kann aber ebenso die falsche Abzweigung bedeuten.

Der beste Ratschlag ist daher, dass man seine Stilfindung nur mit sich selbst ausmachen sollte. Geht es nicht ohne Hilfe, sollte eine wirklich neutrale Person um Rat gefragt werden. Eine, die ohne „rosarote Freundinnen-Brille“ Tipps gibt. Sofern es um einen grundsätzlichen Look mit vielen zu kombinierenden Einzelstücken geht, lohnt es sich vielleicht sogar, einige Euro für eine professionelle Einkaufsberaterin zu investieren.

Aufs Bauchgefühl hören

Jeder Mensch ist bis zu einem gewissen Grad von außen beeinflusst. Bei vielen Frauen übernehmen das Modeblätter, TV-Sendungen und ähnliche Medien. Positiv daran ist, dass diese Quellen über Neues informieren. Allerdings: je größer die Verbreitung besagten Mediums, desto höher die Zahl derer, die den darin getätigten Tipps folgen und umso schwieriger wird es als Frau, den eigenen Style zu finden. Wenn beispielsweise eine Größe wie die Vogue im Artikel „Jeans Charms: So tragen wir jetzt unsere Schlüsselanhänger“ schreibt, dass üppig dekorierte Schlüsselanhänger nun an den Gürtelschlaufen getragen werden, werden viele diesen Trend aufnehmen.

Wer seinen eigenen Stil finden will, ignoriert solche Trends nicht. Aber er prüft sie mit deutlich kritischerem Auge und hört auf sein Bauchgefühl. Längst nicht alles ist gut, nur weil es ein großer Trend ist. Um bei besagten Schlüsselanhängern zu bleiben, sollte man sich dann fragen, ob es wirklich so trendy ist, wenn man, wo man geht und steht, klingelt wie Omas Schmuckschatulle. Und wenn das Bauchgefühl einem dann sagt, dass das wohl keine so optimale Lösung wäre, sollte man auch die Finger davon lassen.

Zeitlos sein – ein Stück weit

Jedes Jahr erblühen unzählige neue Trends, haben ihre Hochzeit und verschwinden wieder so schnell, wie sie gekommen sind. Das zwingt einen dazu, sich immer wieder aufs Neue mit den vorherigen Punkten zu befassen, denn bei aller stilistischen Einzigartigkeit will man ja auch nicht wie aus der Zeit gefallen wirken.

Mode, Kleidungsstücke, Basics

Zeitlose Kleidungsstücke kommen nie aus der Mode © priscilla du preez

Diesen Spagat kann man zumindest etwas leichter gestalten. Und zwar, indem man seine Garderobe um viele zeitlose Stücke und Farben ergänzt. Doch was ist zeitlos? Der Beitrag „Der klassisch-zeitlose Stil“ auf farb-und-stil-coach.com verrät es uns – eigentlich ist es ein in Mode und Accessoires gegossener Mittelweg:

  • Weder zu lang, noch zu kurz
  • Nicht knalleng, aber auch nicht zu weit
  • Keine extremen Farben und Muster
  • Klassische Materialien (Leinen, Seide, Wolle, Baumwolle)

Wer diese Grundregeln vor allem bei den Basis-Kleidungsstücken beherzigt, kann das Drumherum nach wie vor Trends-entsprechend gestalten, hat aber dennoch eine solide Basis und vor allem auch keine Probleme, wenn Modetrends auftauchen, mit denen er sich so gar nicht identifizieren kann.

Jede Frau ist einzigartig

Doch leider lassen sich viele ihren Stil diktieren – von Designern, von Modefirmen oder schlicht der Freundin. Dabei ist Einzigartigkeit weder schwer zu erreichen, noch ein Nachteil. Sie ist im Gegenteil gelebte Emanzipation, das nach außen getragene Signal, dass man eine starke Persönlichkeit und Frau ist, die sich ihren eigenen Stil erschafft.

- Artikel vom MjYuMDkuMjAxNw==

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