Öko-Spielzeug aus Holz Ⓒ Billion Photos.com/ Fotolia.com Familie / Mein Leben

Gutes Spielzeug muss in seinem Leben jede Menge mitmachen: Es wird herum geworfen, gebissen, geknautscht und ist dabei jahrelang der beste Freund eines Kindes. Oft schlafen Knirps und Spielzeug sogar Seite an Seite im selben Bett. Darum ist es wichtig, sich zu vergewissern, dass Stofftiere, Bauklötze und andere geliebte Spielsachen frei von Schadstoffen sind, die die Gesundheit der Kleinen gefährdet.

Risikofaktoren bei herkömmlichen Spielwaren

Trotz niedriger Geburtenrate brummt das Geschäft mit Spielwaren: In Deutschland wurde im Jahr 2014 Spielzeug im Wert von 1,9 Milliarden Euro importiert. Der größte Anteil stammt aus China. Dort lassen Konzerne aus aller Welt die Waren möglichst billig produzieren. Auf Schadstoffgrenzen wird kaum Wert gelegt.

Immer wieder berichten die Medien über gefährliche Schadstoffe in Spielsachen: Der Rapex-Report, das EU-Schnellwarnsystem für gefährliche Waren, führt Spielzeug schon seit Jahren als am häufigsten gemeldete Produktgruppe. Rückrufaktionen aufgrund giftiger Lackierungen und Weichmacher kommen nicht nur bei Ramschanbietern vor, sondern auch bei etablierten Marken. Allergische Reaktionen wie juckende Hautausschläge, die der Kontakt mit den Spielwaren bei den Sprösslingen hervorruft, sind durchaus ernst zu nehmen.

Gesundheitliche Gefährdung

Bei schlechter Verarbeitung eines Produktes können Risse, Splitter oder scharfe Kanten eine unangenehme Überraschung sein. Schlimmer noch, wenn Nickel, Blei, Formaldehyd, Phthalat, Bor, Insektizide oder andere chemische Substanzen enthalten sind. Sobald diese Stoffe gewisse Grenzwerte überschreiten, können sie bleibende Schäden wie Krebs, Schädigung des Erbguts oder eine spätere Störung der Fortpflanzungsfähigkeit verursachen.

Besonders anfällig sind Babys ab dem fünften Monat. Dann beginnt die sogenannte „orale Phase“ in der Entwicklung des Kindes. Statt Gegenstände durch bloßes Ertasten zu erforschen, steckt es sich kurzerhand alles Interessante in den Mund, das es in die Finger bekommt. Durch den Mundbereich, an dem so viele Nervenenden pro Quadratmillimeter zusammenlaufen wie an keiner anderen Stelle des Körpers, nimmt das Baby die Spielsachen genauer wahr. Lose Schadstoffe gelangen über die Mundschleimhaut leicht in den Organismus des Kleinkinds und entfalten dort ihre giftige Wirkung.

Immer mehr Eltern kaufen ökologisches Spielzeug

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Öko-Spielzeug ist beliebt Ⓒ Deborah Krusemark / FreeImages

Durch Produkttests und Warnhinweise sind Eltern mittlerweile auf diese Gefährdungsfaktoren aufmerksam geworden. Ähnlich wie bei gesunder Ernährung durch Biolebensmittel achten sie darauf, dass ihr Nachwuchs mit nachhaltigen, schadstofffreien Fabrikaten spielt. Denn nur Spielzeug aus natürlichen Materialien ist frei von chemischen Zusätzen und giftigen Lackierungen und kann ohne Bedenken mit allen Sinnen erlebt werden. Massives Holzspielzeug und flauschige Biobaumwolle laden zum unbedenklichen Knuddeln, Kuscheln und Spielen ein. Zwar sind die Öko-Spielsachen etwas kostspieliger in der Anschaffung, dafür ermöglicht die hochwertige Fertigung eine gefahrenfreie, langjährige Nutzung. Auch das kleine Geschwisterchen kann sich später noch am Öko-Spielzeug erfreuen.

Welches Spielzeug ist tatsächlich bio?

Diverse Qualitätssiegel erleichtern hier die Erkennung:

  • Die Öko-Tex Standard 100-Kennzeichnung garantiert zum Beispiel, dass enthaltene Textilien aufs Schärfste kontrolliert und für schadstofffrei befunden wurden.
  • Bei Holzspielzeug sollte man darauf achten, dass der Blaue Engel auf dem Produkt zu finden ist. Er gewährleistet, dass die Produkte hohe Ansprüche an Umwelt-, Gesundheits-, und Gebrauchseigenschaften erfüllen.
  • Das G.O.T.S.-Siegel garantiert faire und soziale Herstellungsbedingungen. Weitere Informationen gibt es auf der Seite der Verbraucherzentrale oder bei der Intitative „Sicheres Kinderspielzeug“.

Als Faustregel gilt: Spielwaren, die Händler mit den Worten „Bio“ oder „ökologisch“ bewerben, müssen laut deutscher Gesetzgebung nachweislich die entsprechenden Gütekriterien erfüllen.

Hier finden Sie tolles Öko-Spielzeug:

Bio-Spielwaren sind die Alternative

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass man sich und seinem Kind etwas Gutes tut, indem man ökologisch produzierte Spielsachen kauft. Nur auf diesem Weg lässt sich zuverlässig nachvollziehen, was für Stoffe sie enthalten. Nicht zuletzt sind naturbelassene Holzklötze, kuschelige Baumwoll-Stofftiere und handgenähte Puppen schlichtweg schöner als ihre Pendants aus billigem Plastik. Dem Abtauchen in fantasievolle Spielwelten, ohne Risikofaktoren und versteckte Gefahren, steht mit dem Öko-Spielzeug nichts mehr im Weg.

- Artikel vom MTUuMDEuMjAxNg==

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