Hochzeitsvorbereitungen: Ihre individuelle Figur für den Hochzeitskuchen © MarceloCoimbra / morguefile.com Familie

Für eine Hochzeit braucht man eigentlich nur zwei Dinge: ein „Ja“ auf die Frage „Willst du mich heiraten?“ – und eine Checkliste, um im Vorbereitungschaos die Übersicht zu behalten. Hier listet man alle To-Dos nach Notwendigkeit gestaffelt auf – angefangen mit der Festsetzung des Hochzeitstermins über die Budgetplanung bis zum Versand der Dankesschreiben.

Doch die Hochzeitsvorbereitungen bestehen ja zum Glück nicht (nur) aus dem Abarbeiten einer Aufgabenliste – im Gegenteil: Bei einer Hochzeit werden das Glück, die Liebe und der Spaß am Leben gefeiert – und sorgfältige Vorbereitungen steigern die Vorfreude auf diesen einzigartigen Tag. Wir haben fünf außergewöhnliche Tipps zusammengetragen, die nicht nur bei der Planung viel Spaß machen, sondern auch für schöne Erinnerungen an eine gelungene Hochzeit sorgen.

Die Ringe

 

Die gemeinsamen Ringe begleiten das Paar als Zeichen der Liebe und Treue durch ein ganzes Leben. Die Entscheidung für das richtige Material ist gar nicht so einfach, denn die Auswahl reicht von klassischem Gold, Weißgold oder Silber über Titan, Wolfram und Edelstahl bis hin zu Keramik. Auch die Oberflächen variieren von poliert oder (seiden-, längs-, quer-, kreis-)matt bis zu besonderen Gussstrukturen. Wer sich etwas Einzigartiges wünscht, der kann seine Eheringe selbst designen oder bei speziellen Workshops sogar selbst schmieden. Sonst eignet sich eine Gravur mit dem Namen des Partners, einem Motto oder dem Hochzeitsdatum als persönliches Extra. Letzteres ist dabei nicht nur romantisch, sondern kann als Gedächtnisstütze vergesslichen Ehemännern später so manchen Hochzeitstag retten.

Doch ob gekauft oder selbstgemacht: Die Wahl des richtigen Rings braucht Ruhe – und eine entspannte Atmosphäre. Die Trauringexperten von ilovetrauringe haben sich mit Wine and Rings genau darauf spezialisiert. Hier werden Liebe und Genuss in entspanntem Ambiente harmonisch verbunden: Denn neben einer Einführung zu den verschiedenen Materialien und der Trauringberatung steht auch eine Weinverkostung mit einem professionellen Sommelier auf dem Programm. Bei diesem besonderen Event findet sich also nicht nur der richtige Ring – sondern vielleicht sogar auch gleich der passende Wein für das Hochzeitsmenü.

Ein persönliches Hochzeitsversprechen

„Ist es Ihr freier Wille mit der/dem hier Anwesenden die Ehe einzugehen, dann antworten Sie bitte mit ja.“ – Wem diese formelle Eheerklärung bei der standesamtlichen Trauung zu wenig ist oder die kirchliche Zeremonie ergänzen möchte, der kann dies mit einem eigenen Eheversprechen tun. Bei dieser sehr intimen Liebeserklärung zum Ringtausch fließen die Tränen oftmals nicht nur beim Publikum – denn ein Eheversprechen ist Emotion pur.

Mit berührenden, persönlichen Worten formulieren die Partner dabei,

  • was sie am anderen lieben
  • wie glücklich sie miteinander sind
  • was sie dem anderen für die Zukunft versprechen.

Nach dieser Grundstruktur lässt sich ein erster Textentwurf erstellen. Auch ein kompliziertes Kennenlernen, prägende Erlebnisse, gemeinsam überstandene Schicksalsschläge oder sogar kleine Insiderwitze können eingebaut werden.

 

Des Weiteren sind beim Hochzeitsversprechen einige weitere Dinge zu beachten:

  • Bei kirchlichen Trauungen sollte das Eheversprechen beim Pfarrer angemeldet werden – vor allem katholische Pfarrer möchten es oft im Voraus durchsehen oder zur Zeremonie passende Ergänzungen vorschlagen.
  • Schreibt man gemeinsam mit dem Partner, spricht man sich zum Inhalt ab oder wird der jeweilige Text eine Überraschung? Wird getrennt geschrieben, sollte man sich über den Tonfall einigen: Möchte man es humorvoll oder lieber poetisch halten?
  • Der Text sollte nicht nur aufgeschrieben, sondern im wahrsten Sinne des Wortes geprobt werden: Ein Spickzettel ist zwar erlaubt (schließlich möchte man trotzdem Aufregung keinen Satz vergessen), doch ein frei vorgetragenes Hochzeitsversprechen wirkt besonders berührend.
  • Bei der Probe stellt sich auch heraus, wie lang der Text gesprochen ist: Eine Minute sollte dabei im Zeitplan nicht überschritten werden.

Ein Tipp: Wer dem Partner viel zu sagen hat oder Dinge ansprechen möchte, die für die anderen Gäste oder einen kirchlichen Rahmen zu intim erscheinen, der kann dies separat in einem Hochzeitsbrief formulieren.

Surprise, Surprise!

Der Hochzeitstag ist etwas Besonderes – keine Frage. Im Vorfeld hat man per Checkliste vom Menü bis zur Party, vom Ring bis zu den Gastgeschenken alles, aber auch wirklich alles gemeinsam durchgeplant. Das denkt man zumindest – bis plötzlich etwas passiert, mit dem man ganz und gar nicht gerechnet hat.

Dabei ist natürlich nicht von einer Panne im Programmablauf oder einer anderen Hochzeitskatastrophe die Rede, sondern von einer großartigen Überraschung: Denn gerade, weil der Hochzeitstag einem festen Ablauf folgt, machen ihn die kleinen, unerwarteten Freuden erst recht unvergesslich. Oft planen die Gäste besondere Aktionen für das Brautpaar, doch auch die Braut oder der Bräutigam können ihren Partner überraschen. Hier sind ein paar Ideen:

    • Worte der Liebe: Was möchte man dem anderen an diesem großen Tag sagen? Ein Hochzeitsbrief bietet Platz für Liebeserklärungen – und ein gerahmtes Hochzeitsversprechen erinnert auch an schlechten Tagen an das Versprechen, das man sich gegeben hat.
    • Eine Fahrt mit dem Lieblingsauto: Ob Oldtimer oder Sportwagen, fast alle Modelle lassen sich mieten – sogar mit Chauffeur. Das sorgt für eine unvergessliche Fahrt zum Standesamt und für wunderschöne Fotomotive.
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Oldtimer mit Hochzeitsschmuck © Sepas Mohammadpour / morguefile.com

  • Die Liebsten vereinen: Gibt es einen Freund oder einen Verwandten, der eigentlich viel zu weit weg wohnt oder der aus anderen Gründen eigentlich nicht eingeplant war? Bei der Hochzeit sollten alle dabei sein – und so mancher alte Streit lässt sich an diesem Freudentag ganz einfach beilegen.
  • Der Lieblingssong live: Natürlich, Helene Fischer oder Metallica sind vermutlich beschäftigt, doch bei kleineren Bands kann es möglich sein, ein Mini-Konzert vorm Standesamt oder in der Hochzeits-Location zu organisieren.
  • Die gemeinsame Vergangenheit feiern: Hochzeitszeitungen sind der Klassiker, doch es gibt noch mehr Möglichkeiten, die Vergangenheit auf der Hochzeitsfeier unterhaltsam zu präsentieren. Zum Beispiel kann ein Film mit gemeinsamen Urlaubserlebnissen gezeigt werden oder man spannt Wäscheleinen, an denen Bilder des Paares aufgehängt werden (hier können sich auch die Eltern, Freunde, Trauzeugen und Geschwister mit Schnappschüssen vom Brautpaar beteiligen).
  • Die Nacht der Nächte: Wenn man den Partner nach der Party überraschend in ein gemütliches Hotel, ans Meer oder einfach in ein romantisch geschmücktes Schlafzimmer entführt, wird die Hochzeitsnacht garantiert etwas ganz Besonderes.

Der Hochzeitskuchen

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Individuelle Hochzeitstorte © earl53 / morguefile.com

Schokoladencreme, Erdbeercreme und Buttercreme auf Biskuit, drei Ebenen und alles umhüllt von einer dicken Fondantschicht: So sieht der klassische Hochzeitskuchen aus. Moderne Kuchenbüffets bieten hier mehr Möglichkeiten – für jeden Geschmack und in allen Formen. Traditionell rechnet man mit 1,5 Tortenstücken pro Gast, in der modernen Version kann sich diese Menge auch ganz anders zusammensetzen:

  • Cupcakes und Muffins in verschiedenen Geschmacksrichtungen
  • Cakepops (mit Topping umhüllte Kuchen-Lollis)
  • Petits Fours (feine französische Gebäckstückchen)
  • Obst-Crumbles in Gläsern
  • Schokobrunnen mit Obst und/oder Gebäck
  • Candybar mit Cookies, bunten Schokolinsen, Zuckerherzen und mehr essbarer Deko zum Selberverzieren

Wer auf das Hochzeitsritual des Anschneidens nicht verzichten möchte, dem sei (wie bei der klassischen Variante) eine mehrstöckige Torte empfohlen oder ein separater, herzförmiger Kuchen. Hauptsache, er ist ganz nach dem Geschmack des Brautpaars gestaltet. Denn schließlich sind Braut und Bräutigam die ersten, die ihren Hochzeitskuchen nach dem Anschnitt probieren dürfen.

Eine schöne Möglichkeit zur Individualisierung ist außerdem die Tortenfigur. Hier gibt es inzwischen unzählige Varianten, von denen das Brautpaar die Figur auswählen kann, die am besten zu ihm passt. Wie wäre es etwa mit…?

Wer selbst kreativ werden will, kann die Figuren aus Marzipan und Lebensmittelfarben auch selbst modellieren – hier ist allerdings etwas Fingerspitzengefühl gefragt. Wer es individuell, aber etwas einfacher haben möchte, lässt als Caketopper stattdessen einfach ein Playmobil-Brautpaar aufmarschieren.

Doch egal, was drin steckt oder drauf steht – eins darf nicht vergessen werden: Wer beim Anschneiden die Hand oben hat, hat auch in der Ehe das Sagen!

Ein „Marryoke“ drehen

Einen Hochzeitsfotografen hat wohl jedes Paar – und viele lassen inzwischen auch Filme über ihren schönsten Tag drehen. Doch wie wäre es mal mit einem eigenen Musikvideo? Dieser Trend zum Thema Hochzeitsvorbereitung kommt aus Spanien. Nachdem hier im Jahr 2008 das erste „Marryoke“ zu „The Time (Dirty Bit)“ von The Black Eyed Peas gedreht wurde, gelangte die Idee für dieses spezielle Hochzeitsvideo zuerst in die USA und von dort aus auch zu uns nach Deutschland. Dabei wird am Polterabend oder am Hochzeitstag selbst mehr oder weniger spontan zum Playback des Lieblingslieds performed – keine Sorge, einstudierte Choreographien oder Gesangskünste sind dabei kein Muss. So macht es auch den Gästen Spaß und das garantiert glückliche Gesichter. Für ein perfekt geschnittenes Ergebnis sorgen anschließend die Profis:

Ob Tortenschlacht, Deko-Desaster oder Zeitdruck: So manches kann bei den Vorbereitungen ein Anlass zum Streit sein. Deswegen ein letzter Tipp: gemeinsame Entspannungsphasen nicht vergessen! Denn wer auch bei Stress nicht genervt ist, sondern immer die Feier der Liebe im Hinterkopf hat, der kann auch schon die Planung für den großen Tag in vollen Zügen genießen.

- Artikel vom MjAuMTAuMjAxNg==

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