Das sollten Sie über eine traditionelle Thaimassage wissen Gesundheit

Strecken, Drücken und Kneten – viel hat die traditionelle Thaimassage mit einer klassischen Massage zunächst nicht gemein. Bei der „Nuad Phaen Boran“ (thailändisch für „uralte heilsame Berührung“) wird der Mensch dynamisch und kraftvoll in yogaähnliche Positionen gebracht. Der Masseur dehnt und streckt den Patienten unter vollem Körpereinsatz.

Eine Massagemethode, die heilsam und entspannend, aber nicht immer zu empfehlen ist. Wir schauen uns die Wirkungen, Risiken und möglichen Nebenwirkungen der traditionellen Thaimassage näher an und sagen Ihnen, wie Sie den richtigen Thaimassage-Therapeuten in Ihrer Nähe finden.


Behandlung und Wirkung der Thaimassage

Die Wirkung der jahrtausendealten Thaimassage ist unumstritten. Untersuchungen belegen z. B. einen positiven Effekt auf Rückenschmerzen. In Deutschland finden wir heute sowohl klassische, ursprüngliche Formen als auch auf westliche Bedürfnisse angepasste Varianten.

Die traditionelle Thaimassage unterscheidet sich von klassischen Wellness- und Gesundheitsmassagen. Z. B. werden in Bauchlage unter anderem

  • Ober- und Unterschenkel nach hinten gebogen
  • Beine gestreckt und nach oben gezogen
  • beide Arme nach hinten gezogen und der Rücken gebogen

Die Bewegungen sind also wesentlich intensiver als bei Entspannungsmassagen.

Im Video sehen Sie, wie intensiv eine Thaimasseurin mit einem Patienten arbeitet:

Massiert wird unter anderem mit

  • Füßen,
  • Ellbogen,
  • Knien und
  • Handballen,

mit denen spezifische lokale Punkte gedrückt und massiert werden. Dabei werden – konform mit der ayurvedischen Lehre – verschiedene Energieleitbahnen und Energiepunkte, die sogenannten Marmapunkte, rhythmisch massiert.

Unter anderem wird auf diese Weise die Blutzirkulation angeregt, während die Muskeln mit Sauerstoff versorgt werden. Zudem wurden folgende Wirkungen wissenschaftlich belegt:

  • Lösung von Muskelverspannungen,
  • Schmerzlinderung,
  • Abbau von Stresshormonen im Blut,
  • Anregung des Stoffwechsels und
  • Kräftigung der inneren Organe.

Menschen, die lange Erfahrungen mit der Thaimassage haben, sprechen vor allem von einem besseren Körpergefühl.

Auch bei leichten Beschwerden, Rücken- oder Knieschmerzen spricht nichts gegen eine Thaimassage.

Die Thaimassage wird insbesondere präventiv eingesetzt und kann dank der Dehnungen, Beugungen und Verdrehungen die Körperhaltung und die Beweglichkeit positiv beeinflussen.

Für den optimalen Erfolg wird empfohlen, mindestens zweimal im Monat eine traditionelle Thaimassage zu genießen, jedoch keinesfalls öfter als zweimal die Woche.


Die Wahl der richtigen Thai Masseurin oder Thai Masseurs

Aufgrund der Vielfalt und der Intensivität der Übungen ist es wichtig, auf eine professionelle Behandlung zu achten. Gute Thai Masseure sind in Deutschland mittlerweile überall zu finden, auch in kleinen Städten und auf dem Land. Allerdings werden leider auch Studios von Masseuren ohne fundierte Ausbildung betrieben. Wir haben einige Tipps für Sie, wie Sie ein gutes Thaimassage-Studio in Ihrer Nähe finden.

Lassen Sie sich nur von ausgebildeten Thai Masseuren behandeln

Ein Massage-Zertifikat ist nach deutschem Recht nicht notwendig. Dennoch gibt es qualifizierte Ausbildungen zur Thai Masseurin / zum Thai Masseur. Zum Beispiel kann in Deutschland eine Ausbildung am „Institut für Traditionelle Thai-Yoga-Massage“ absolviert werden – dort unterrichten nur Dozenten, die eine Ausbildung an der renommierten „WatPo Thai Traditional Medical & Massage School (WatPo TTM)“ in Bangkok genossen haben. Achten Sie bei der Wahl Ihres Thai Masseurs also unbedingt auf eine entsprechende Qualifikation. Lassen Sie sich im Zweifel die Ausbildungszertifikate des Masseurs / der Masseurin zeigen.

Auch ein vielfältiges Massageangebot ist ein Zeichen für ein professionelles Studio.

Achten Sie auf optimale Hygiene

Ein gutes Auswahlkriterium ist zudem das Studio selbst. Achten Sie auf absolute Hygiene. Selbst wenn Sie bei der Thaimassage bekleidet bleiben, kommen Sie mit dem Masseur und der Einrichtung in Kontakt. Ein sauberes, gepflegtes Studio ist daher ein wichtiges Merkmal für die Seriosität des Studios.

Die wichtigsten Merkmale eines professionellen Thaimassage-Studios nochmals in der Übersicht:

  • eine nachweisbare Qualifikation,
  • ein umfassendes Massageangebot und
  • hohe Hygiene-Standards

Ein schlechtes Zeichen ist immer das Angebot von erotischen Massagen. Diese haben nichts mit der traditionellen Thaimassage zu tun und seriöse Massagestudios distanzieren sich diesen Praktiken.

Sprechen Sie am besten mit den Masseuren vor Ort und informieren sich über deren Qualifikationen, bevor Sie einen Termin wahrnehmen. Einige ausgewählte Studios finden Sie hier:


Gibt es Nebenwirkungen bei einer Thaimassage?

Eine traditionelle Thaimassage stellt auch für einen durchschnittlich gesunden Körper eine ungewohnte Belastung dar. Daher kann die Massage teilweise schmerzhaft sein. Weisen Sie während der Behandlung darauf hin, wenn starke Schmerzen auftreten.

In den Tagen nach einer traditionellen Thaimassage kann es zu einem Muskelkater kommen, der aber nach wenigen Tagen wieder verschwindet.

Weitere Nebenwirkungen sind normalerweise nicht zu erwarten. Wir weisen aber darauf hin, dass der Masseur über Vorerkrankungen und Beschwerden informiert sein muss. Bei der Behandlung vertrauen Sie sich dem Masseur / der Masseurin ganz an. Sie dehnen sich nicht selbst, sondern werden gedehnt; die Dehnübungen sind in dieser Intensität alleine häufig nicht durchführbar. Der Masseur muss daher voll über Ihre Beschwerden informiert sein, damit er verantwortungsvoll handeln und auf Schmerzen oder andere Symptome passend reagieren kann.

Bei gewissen Beschwerden sollten Sie grundsätzlich auf eine Thaimassage verzichten bzw. zuerst Ihren Arzt befragen. Nicht zu empfehlen ist die klassische Thaimassage z. B. bei

  • rheumatischen Erkrankungen mit Entzündungen in Gelenken oder Muskeln,
  • Venenleiden,
  • Hauterkrankungen,
  • schweren Herzerkrankungen,
  • sehr hohem oder niedrigem Blutdruck oder
  • Fieber.

Zudem sollte nach Operationen oder Knochenbrüchen für einige Zeit auf eine Thaimassage verzichtet werden.

Hat eine Thaimassage in der Schwangerschaft Nebenwirkungen?

Eine Thaimassage ist in der Schwangerschaft nicht zu empfehlen. Die Bewegungen und Dehnungen sind eine große Belastung für den Körper und können daher besonders in der Schwangerschaft zu unvorhersehbaren Nebenwirkungen führen.


Spüren Sie den positiven Effekt der Thaimassage

Eine traditionelle Thaimassage unterscheidet sich also sehr von anderen Gesundheits- oder Wellnessmassagen. Sie ähnelt eher eine Mischung aus Massage und Krankengymnastik, was vor allem bei Muskelbeschwerden sehr effektiv ist.

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Wenn sowohl Sie als auch Ihr Masseur / Ihre Masseurin gut informiert in die Behandlung gehen, werden Sie den vollen positiven Effekt der traditionellen Thaimassage spüren. Wir wünschen Ihnen entspannte Stunden!


Letztes Update des Artikels und Prüfung der Adressen: 14.05.2018

Für Sie ist wichtig

  • Lassen Sie sich nur von einem qualifizierten Therapeuten behandeln!
  • Informieren Sie den Thaimasseur über sämtliche Beschwerden und Vorerkrankungen!
  • Verzichten Sie bei bestimmten Krankheiten und in der Schwangerschaft auf eine Thaimassage!
  • Ziehen Sie im Zweifel einen Arzt zu Rate!
- Artikel vom MTAuMDkuMjAxNA==

Alle Beiträge aus der Serie "Massage Special":

  1. Das sollten Sie über eine traditionelle Thaimassage wissen
  2. Die Geheimnisse der Shiatsu Massage

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