Berühmte Künstlerinnen © Alexandr Ivanov / pixabay.comMedien & Kultur

In der Kunstgeschichte werden viele berühmte Künstlerinnen erwähnt. Dennoch sind erheblich mehr Männer durch ihr künstlerisches Schaffen bekannt geworden. Liegt es am jahrhundertealten Rollenbild, demzufolge die Aufgaben einer Frau am Herd, im Haus und bei der Erziehung der Kinder liegen? Sind Frauen weniger qualifiziert? Oder gar durch die „weiblichen Kunstgrenzen“ behindert, wie es im späten 19. Jahrhundert von männlichen Kunsttheoretikern proklamiert wurde?

Und sind Künstlerinnen, wie Kunstkritiker ehemals argwöhnten, vom Verlust der „zarten Empfindung“, des „weichen Gefühls“ und der „Herzensreinheit“ bedroht, ja mehr noch: einem Materialismus verfallen, der die Individualität der Frauen zerstört? Die Frauenrechtlerin, Medizinerin und Juristin Johanna Elberskirchen (1864–1943) hat bereits 1888 eine bissige Antwort auf diese verwegenen, aber seinerzeit weit verbreiteten Ansichten gegeben.

Stellvertretend für alle anderen kunstschaffenden Frauen seien hier nun 20 berühmte Künstlerinnen aus verschiedenen Kunstrichtungen vorgestellt, die mittels ihrer Werke ihre je eigenen Antworten auf männliche Vorurteile und Dominanzbestrebungen gaben und geben.

Berühmte Malerinnen

Ebenso wie ihre schreibenden Schwestern (informieren Sie sich bei Interesse gern in unserem Beitrag „Fünf berühmte Schriftstellerinnen, deren Werke Sie unbedingt lesen sollten“) hatten es auch Malerinnen in der Vergangenheit nicht leicht. Erst mit der modernen Malerei des 20. Jahrhunderts gab es zunehmend mehr berühmte Malerinnen, die von ihrer Arbeit leben konnten. Künstlerinnen sind in der Malerei zwar immer noch unterrepräsentiert, haben aber ihren festen Platz in der zeitgenössischen Kunstszene. Wir widmen uns ihren Wegbereiterinnen.

Möchten Sie sich bekannte Künstlerinnen „nach Hause holen“? Nachdrucke berühmter Werke finden Sie in einem Online-Kunsthaus. Dort zahlen Sie – wenig verwunderlich – weit weniger als bei einer Kunst-Versteigerung, bei der häufig auch für die Werke berühmter Malerinnen Millionenbeträge geboten werden.

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Wer waren die ersten malenden Frauen, die als Künstlerinnen Berühmtheit erlangten? WIr begeben uns auf ein kleine Spurensuche. © Bilge Can Gürer / pixabay.com


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Frida Kahlo – Surrealistische Folklore

Bedeutende Künstlerinnen wie die mexikanische Malerin Frida Kahlo (1907–1954) gibt es in Lateinamerika nicht oft. Ein schwerer Unfall zwang die Ausnahmekünstlerin mit deutschen Wurzeln im Jahre 1925 dazu, fast ununterbrochen das Bett zu hüten. In dieser Zeit begann Magdalena Carmen Frieda Kahlo y Calderón zu malen. Gegen alle Erwartungen lernte sie später doch wieder laufen.

1929 heiratete sie den damals weltberühmten Maler Diego Riviera, von dem sie sich 1939 scheiden ließ, um ihn Ende 1940 ein zweites Mal zu ehelichen. Sie führte ein bewegtes, wildes Leben, frei von jeder Konvention. Ihre oft autobiografisch geprägten Bilder weisen viele surrealistische Züge auf, sind aber auch von traditioneller, mexikanischer Folklore geprägt.

Käthe Kollwitz – Künstlerische Kraft durch Verlust

Käthe Kollwitz (1867–1945) gehört zu den weltweit anerkanntesten deutschen Künstlerinnen. Sie befasste sich nicht nur mit der Malerei, sondern war auch als Bildhauerin und Grafikerin tätig. Ihr Stil, beeinflusst von Expressionismus und Realismus, ist unverkennbar und einzigartig. Nach dem Tod des jüngsten Sohnes im Ersten Weltkrieg kreisten ihre Werke immer wieder um das Thema „Verlust“.

Dieser Verlust war es auch, der Käthe Kollwitz trotz immer wiederkehrender Depressionen antrieb und sie zur überzeugten Pazifistin machte. Als linke Aktivistin litt  sie nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten in Deutschland unter Repressionen. Bekanntheit erlangt sie zu dieser Zeit vornehmlich in den USA. Sie starb nur wenige Tage vor dem ersehnten Kriegsende im Alter von 77 Jahren in Dresden.

Hannah Höch – Die Berliner Dadaistin

Wie viele deutsche Künstlerinnen ihrer Zeit litt auch Hannah Höch (1889–1978) unter der Repression des Nazi-Regimes. Ihre dadaistischen Werke wurden als „entartet“ verfemt. So war es der Malerin, Collage-Künstlerin und Grafikerin verboten, weiterhin in Deutschland auszustellen.

Sie blieb dennoch in ihrer Heimat, lebte bis Kriegsende unauffällig und nahm nach 1945 ihre künstlerische Arbeit in der Berliner Kulturszene voller Energie wieder auf. Ihre Werke blieben dem Dadaismus verbunden – schrill, provokativ und teilweise verstörend abstrakt. Eine große Künstlerin, die sich nachhaltig für das kulturelle Leben ihrer Stadt eingesetzt hat und nach ihrem Tod in einem Ehrengrab des Landes Berlin in Heiligensee beigesetzt wurde.

Georgia O’Keeffe – Die teuerste Künstlerin der Welt

Georgia O’Keeffe (1887–1986) gilt nicht nur als eine der bedeutendsten US-amerikanischen Malerinnen des 20. Jahrhunderts, sondern war auch besonders produktiv. Zu ihrem Vermächtnis gehören über 2 000 Gemälde.

Bekannt wurde sie durch ihre überdimensionalen Blumenmotive, in denen sich ein Schuss weiblicher Erotik verbirgt. Schon zu Lebzeiten erfolgreich und anerkannt, wurde sie nach ihrem Tod zur Ikone der amerikanischen Kunst. Ihre Werke werden zu Spitzenpreisen verkauft – da eines ihrer bekanntesten Gemälde einen Versteigerungserlös von 44 Millionen Dollar erzielte, gilt sie sogar als teuerste Künstlerin der Welt.

Elvira Bach – Die starken, wilden Frauen

Anfang der Achtzigerjahre machte sich Elvira Bach als Vertreterin der „Jungen Wilden“ in Deutschland einen Namen. Ihre Porträts starker und selbstbewusster Frauen sind bunt, unverwechselbar und häufig autobiographisch geprägt.

Auch heute noch stellt die Künstlerin, Jahrgang 1951, aus und begeistert immer wieder mit ihren plakativen Malereien. Eine deutsche Künstlerin, die man unbedingt kennen oder kennenlernen sollte.

Berühmte Bildhauerinnen

Bildende Künstlerinnen sind in der Kunstgeschichtsschreibung selten vertreten. In der Bildhauerei waren sie bis vor einigen Jahrzehnten absolute Ausnahmeerscheinungen. Einige dieser „Ausnahmeerscheinungen“, deren Werke auch noch auf ihre heutigen Nachfolgerinnen wirken, möchten wir vorstellen.

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Die erste Generation berühmter Bildhauerinnen gab es erst im 20. Jahrhundert. © stux / pixabay.com

Niki de Saint Phalle – Die Mutter der Nanas

Die Bildhauerin und Malerin Niki de Saint Phalle (1930–2002), geboren in Frankreich, wuchs überwiegend in den USA auf. Ein traumatisches Erlebnis in ihrer Kindheit, den sexuellen Missbrauch durch den Vater, verarbeitete sie lebenslang in ihrer Kunst. 1952 kehrte sie nach Europa zurück und ließ sich in Paris nieder.

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Anfangs arbeitete Niki de Saint Phalle als Aktionskünstlerin. Weltberühmt wurde sie aber durch ihre „Nanas“, üppig geformte und bunt bemalte Frauenfiguren aus Polyester. In Deutschland sind viele ihrer Schöpfungen in Hannover ausgestellt.

Louise Bourgeois – Die Spinnenfrau

Bildhauerin, Grafikerin, Malerin und Frauenrechtsaktivistin – das war Louise Bourgeois (1911–2010). Aufgewachsen in Frankreich, erlangte sie in ihrer neuen Heimat New York künstlerische Reife.

Wie viele berühmte Künstlerinnen verarbeitet Louise Bourgeois in ihren Werken ihre Kindheit, die Bindung zur beschützenden Mutter, das schwierige Verhältnis zum Vater. Ein häufiges Motiv ihrer Skulpturen sind überdimensional große Spinnen, die ihre geliebte Mutter symbolisieren. Heute gilt Louise Bourgeois als eine der bedeutendsten Bildenden Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts.

Camille Claudel – Die tragische Künstlerin

Die Schaffensphase der Bildhauerin und Malerin Camille Claudel (1864–1943) währte nur 20 Jahre. Innerhalb dieser Zeit schuf sie beeindruckende Skulpturen, die heute zum Teil im „Musée Camille Claudel“ in Frankreich ausgestellt sind. Psychische Erkrankungen und eine schwierige Beziehung zu dem Künstler Auguste Rodin prägten ihre Arbeit.

Eine Zwangseinweisung in die Psychiatrie im Alter von nicht ganz 50 Jahren setzte ihrer künstlerischen Arbeit ein Ende. Sie starb 30 Jahre später vergessen in der Anstalt Ville-Évrard. Ihre Werke wurden erst nach ihrem Tod wiederentdeckt und geschätzt.

Barbara Hepworth – Das abstrakte Cornwall

Barbara Hepworth (1903–1975) gilt bis heute als eine der erfolgreichsten britischen Künstlerinnen. Schon zu Lebzeiten war sie weltweit anerkannt – ihre Werke sind unter anderem im MoMa in New York zu sehen. Eine der größten Sammlungen der Arbeiten von Barbara Hepworth befindet sich im „The Hepworth Wakefield“-Museum in England.

Die abstrakten Skulpturen aus unterschiedlichen Materialien, von Holz bis Bronze, sind von der landschaftlichen Schönheit Cornwalls inspiriert – der Heimat von Barbara Hepworth, der sie zeitlebens treu blieb.

Berühmte Designerinnen

Vom modernen Computerdesign über klassisches Grafikdesign bis hin zu Modedesign – Design als Kunst ist vielfältig und durchzieht unseren Alltag. Und so zahlreich wie Designs sind, sind auch die Disziplinen berühmter Designerinnen. Daher beschränken wir uns auf Frauen, die die moderne Designkunst nachhaltig beeinflussten – gegenständliche Designerinnen und Grafikdesignerinnen.

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Eileen Gray – Die Genialität des schlichten Designs

Eileen Gray (1879– 1976) gilt als eine der bedeutendsten Art Nouveau und Bauhaus-Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts. Sie war Architektin und Designerin und ihre Werke waren von klarer und schlichter Modernität geprägt. Gray stellte die Funktionalität der Architektur und der Innenausstattung über die Ästhetik und passte ihre Entwürfe dem beabsichtigten Nutzen der Räume und Einrichtungsgegenstände an.

Diese Idee der Ästhetik spiegelt sich auch in ihrem Haus E. 1027 wieder, welches sie gemeinsam mit ihrem Lebenspartner, dem rumänischen Architekt Jean Budovici, fertigstellte. Das Haus richtete sie ausschließlich mit eigenen Designs ein, welche überwiegend aus funktionalen Einbaumöbeln bestanden. Bis heute wird ihr Tisch E. 1027 vielfach kopiert und ist ein Klassiker des modernen Designs.

Muriel Cooper – Wegweisendes Grafikdesign

Muriel Cooper (1925–1994) gilt als Pionierin des Grafikdesigns. Ihre Arbeiten sind vielfach preisgekrönt. Ihre Designs sind manchmal von einer genialen Einfachheit, dann wiederum ordnet sie Worte und Buchstaben mit geradezu verspielter Komplexität an. Bekannt wurde ihr Logodesign für MIT Press.

Als Dozentin, unter anderem an der School of the Museum of Fine Arts in Boston, prägte sie nachfolgende Generationen von Grafikdesignern. Und auch heute noch ist beim computergestützten Grafikdesign immer wieder ihr Einfluss spürbar.

Paula Scher – Mut zur Farbe

Eine weitere wichtige, wenn nicht sogar die wichtigste Vertreterin des modernen Grafikdesigns ist die US-Amerikanerin Paula Scher (geb. 1948). Berühmt wurde sie durch ihre revolutionäre Gestaltung von Platten-Covern. Sie ließ das spießige Design von Plattenhüllen der 50er und 60er Jahre hinter sich und brachte mutig Farbe, Kreativität und Witz aufs Cover. So gestaltete sie beispielsweise Alben für Boston und Leonard Bernstein. Auch von ihr designte Logos wurden weltberühmt, zum Beispiel für CNN oder Windows 8.

Doch nicht nur als Designerin ist Paula Scher bekannt. Ihre überdimensionalen Gemälde von schrill-bunten Landkarten, die sie mit Zahlen und Worten überzieht, machten sie zu einer viel ausgestellten Malerin.

April Greiman – Die Entdeckung des digitalen Grafikdesigns

Als April Greiman, Jahrgang 1948, Grafikdesign studierte, waren Computer noch kein Thema. Es wurde noch „mit der Hand“ gestaltet. Schon in den 70er Jahren machte sich die Künstlerin als Mitbegründerin des bunt-anarchistischen California-New-Wave-Stils einen Namen.

Doch als in den 80er Jahren Apple mit dem Macintosh eine digitale Revolution auslöste, gehörte Greiman zu den ersten, die sich dem computergestützten Grafikdesign zuwandten. Bis heute ist sie eine der einflussreichsten Grafikerinnen im Bereich Digital Media.

Berühmte Performance-Künstlerinnen

Aktion, Interaktion und Performance sind die Kunstformen der Moderne. Kunst wird vom passiven Objekt zum aktiven Erlebnis – das Publikum wird einbezogen, zum Teil der Installation oder Aufführung und taucht ein in das Kunstwerk. In dieser Kunstform haben sich einige zeitgenössische Künstlerinnen einen Namen gemacht.

Lee Bul – Die Faszination des Abstoßenden

Eine der bekanntesten Künstlerinnen Südkoreas darf in der Liste bedeutender Künstlerinnen nicht fehlen: Lee Bul, geboren 1964. Durch ihre provokante Installations- und Performance-Kunst hat sie weltweit Anerkennung erlangt.

Ihre Arbeiten wirken häufig verstörend, teils abstoßend und üben doch eine magische Faszination auf den Betrachter aus. Diese Gegensätze verarbeitete sie unter anderem in der Ausstellung „Beauty and Horror“ der Hayward Gallery in London.

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Marina Abramović – Kunst ohne Grenzen

Für die serbische Performance-Künstlerin Marina Abramović (geb. 1946) ist ihr Körper das Kunstobjekt. Dabei geht sie häufig weit über persönliche Grenzen hinaus. Internationale Aufmerksamkeit erregte sie 1974 mit dem Experiment „Rhythm 0“, das auf schockierende Weise menschliche Abgründe entlarvte. Marina Abramović degradierte sich für sechs Stunden zu einem Gegenstand, mit dem Besucher der Performance machen durften, was sie wollten. Auf einem Tisch lagen Gegenstände, von Federn bis zu Messern und Rasierklingen, sogar eine geladene Waffe, zur Nutzung bereit. Am Ende stand sie nackt, verletzt und entwürdigt vor einer Horde Menschen, die nach Ende der sechs Stunden, als die Künstlerin wieder zu einem Menschen wurde, beschämt flüchtete. Die Performance zeigte, dass „das Böse“ auch im augenscheinlichen „Normalbürger“ schlummert.

Nur wenige Künstlerinnen gehen so weit wie Marina Abramović, um ihre Kunst zu verwirklichen. Doch auch nur wenige bleiben auf so beklemmende Art und Weise im Gedächtnis.

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Yoko Ono – Das übergroße Erbe

Wer Yoko Ono nur als Witwe von John Lennon kennt, hat viel verpasst. Denn Ono, geboren 1933, gilt als eine wichtige Vertreterin der Flux-Bewegung in den USA. Bei dieser Kunstrichtung tritt das Kunstwerk zugunsten der Idee in den Hintergrund. Als Performance- und Konzeptkünstlerin, aber auch als Musikerin, ist Yoko Ono bis heute aktiv und erfolgreich.

Bekanntheit erlangte die in Japan geborene Künstlerin in der New Yorker Kunstszene in den 60er Jahren mit Performances wie „Cut Peace“.

Zusammen mit John Lennon widmete sie sich in den 70er Jahren der Experimentalmusik. Sie gründeten unter anderem die Plastic Ono Band zusammen. Zudem wurden ihre Friedensaktionen weltberühmt – wie das einwöchige Bed-In für den Weltfrieden, das zum einen im Hilton Hotel in Amsterdam und zum anderen im Queen Elisabeth Hotel in Montreal stattfand.

Yayoi Kusama – Kunst als Kompension

Kennen Sie Polka Dots? Dann kennen Sie auch das Werk von Yayoi Kusama, geboren 1929. Denn sie hat das Pünktchen-Design, das besonders Rockabilly-Fans lieben, „erfunden“. Allerdings aus einem eher tragischen Grund. Denn mit ihren Werken verarbeitet die japanische Künstlerin ihre Wahnvorstellungen, wegen derer sie seit Jahrzehnten in einer Nervenheilanstalt lebt.

Doch Kusama macht aus der Not eine Tugend und kompensiert ihre psychische Erkrankung mit wundervoll farbenfroher Kreativität. So wurde sie zu einer der bedeutendsten Künstlerinnen Japans. Und schon zu Lebzeiten hat sich Yayoi Kusama ein Denkmal gesetzt – 2017 eröffnete sie ein eigenes Museum, nicht weit von der Klinik entfernt, in der sie auch heute noch lebt.

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Berühmte Fotografinnen

Seit die Fotografie im 20. Jahrhundert mobil wurde – vorher waren Fotoapparate große, statische Kästen, die umständlich transportiert werden mussten – etablierte sich das Fotografieren als Kunst- und Dokumentarform. Heute ist die Fotografie durch Smartphones und audiovisuelle Plattformen wie Instagram eine „Kunst“ für Jedermann geworden. Doch Fotokünstler und -künstlerinnen sind auch heute noch anerkannt. Wir stellen Ihnen berühmte Fotografinnen vor, die Meisterinnen der Bildinszenierung sind.

Cindy Sherman – Die Verwandlungskünstlerin

Wenn über berühmte Künstlerinnen geschrieben wird, darf die amerikanische Fotografin Cindy Sherman (geb. 1954) nicht fehlen. Sie ist hauptsächlich für ihre Fotoserien bekannt, die sich mit der eigenen Identität, diversen Rollenklischees und Sexualität befassen. Für viele ihrer Aufnahmen veränderte sie ihr Aussehen mit Perücken, stilistisch unterschiedlicher Kleidung und Make-up.

Eine der bekanntesten Serien heißt „United Film Stills“. In den 69 Schwarzweiß-Fotos stellt sie sich als Schauspielerin in frei erfundenen Filmszenen dar. Eine komplette Folge erwarb das Museum of Modern Art in New York 1995 für über eine Million Dollar.

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Annie Leibovitz – Die sensible Beobachterin

Wenn Sie einen Menschen, der sich für Fotografie interessiert nach der berühmtesten zeitgenössischen Fotografin fragen, dann werden Sie sehr wahrscheinlich den Namen Annie Leibovitz (Jahrgang 1949) hören. Sie ist nicht nur die Fotografin der Stars, die hunderte Prominente vor der Linse hatte, sie ist auch sensible Chronistin weiblichen Lebens und weiblicher Identität.

Ihre Motive sind pompös und unscheinbar, überschwänglich und düster, von sprühender Energie und introvertiert – und immer unverwechselbar „Leibovitz“.

Shirin Neshat – Die Gesellschaftskritikerin

Die iranische Fotografin und Filmemacherin Shirin Neshat widmet sich der weiblichen Identität in der Gesellschaft. In den 90er Jahren porträtierte sie, damals schon in den USA lebend, mit ihrer Fotoserie „Women of Allah“ muslimische Frauen im Iran. Eine kritische Auseinandersetzung mit dem Islam.

Später – schon mehr dem Filmemachen zugewandt – stellte sie auch den Umgang der westlichen Gesellschaft mit Frauen in Frage. Ihr Werk beschäftigt sich immer wieder mit den Spannungsfeldern Gesellschaft – Frau, Islam – Frau oder Islam – Westen. Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 stellte sie beispielsweise in einem Video dar, wie es sich anfühlt, als Muslimin in den USA zu leben. Eine beeindruckende, mutige und wichtige Künstlerin, die man unbedingt kennen sollte.

Künstlerinnen sind auf dem Vormarsch

Es gibt unendlich viele weitere berühmte und weniger bekannte Künstlerinnen, die zu erwähnen wären: Paula Modersohn-Becker, Barbara Longhi, Artemisia Gentileschi, Gabriele Münter, Meret Oppenheim und viele mehr. Leider sind viele von ihnen nicht ansatzweise so berühmt, wie sie es verdient hätten. Glücklicherweise haben heute viele junge Künstlerinnen die Möglichkeit, sich der Öffentlichkeit zu präsentieren. Sie haben bessere Chancen auf ein erfüllteres Leben als Künstlerin als ihre Vordenkerinnen aus früheren Zeiten, die so hart für Anerkennung kämpfen mussten.

Doch wie in vielen Bereichen besteht weiterhin Verbesserungsbedarf. Wir hoffen, dass sich auch in Zukunft noch viele Fotografinnen, Malerinnen, Bildhauerinnen und Designerinnen als berühmte Künstlerinnen einen Namen machen.

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- Artikel vom MjguMDguMjAxMg==

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