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Eltern wollen für das Kind bekanntlich nur das Beste: Liebevolle Pflege, pädagogisch wertvolles Spielzeug und natürlich ein gesundes Umfeld, in dem der Nachwuchs unbedenklich aufwachsen kann. Wichtig sind beispielsweise Bio-Lebensmittel sowie schadstofffreie Kleidung für Kinder. Derselbe Anspruch gilt auch immer häufiger für die Kinderzimmer-Ausstattung: Kindermöbel – seien es Kinderbetten, Schränke oder Spielzeuge – sollen gesundheitlich unbedenklich sein. Wer davon ausgeht, dies sei bei Möbeln und insbesondere bei Kindermöbeln Standard, ist im Irrtum. Immer wieder müssen Möbelhersteller die Herstellung von Einrichtungsgegenständen stoppen oder ganze Produktserien sogar zurückrufen, weil sie nachweislich gesundheitsschädigende Stoffe in großer Menge abgeben. Die gefährliche Wirkung von durch Möbel freigesetzten Risikostoffen in Schlafräumen sollten nicht unterschätzt werden.

Kindermöbel sind oftmals schadstoffbelastet

„Während des Schlafes regeneriert sich der Körper und ist daher sehr anfällig für allerlei Schadstoffe. Bei Kindern kann dies bei hohen Konzentrationen sogar zum Tod führen“, informiert das Grüne Kreuz für Gesundheit e.V. (http://dgk.de/gesundheit/umwelt-gesundheit/informationen/wohnen/unsichtbare-bedrohung-aus-moebeln-formaldehyd-schadstoff-mit-langem-atem.html). Konventionell gefertigte Möbel belasten vor allem im fabrikneuen Zustand die Raumluft. Die Auswirkungen auf den menschlichen Körper erstrecken sich – je nach Emission und Empfindlichkeit – von Allergien und Atemwegsbeschwerden über ein erhöhtes Krebsrisiko bis hin zu einer Verkürzung der Lebenserwartung. Als besonders problematischer Giftstoff gilt Formaldehyd, das in mitteldichten Holzfaserplatten, Klebstoffen und Lacken enthalten ist und seit dem 01. April 2015 als „wahrscheinlich karzinogen beim Menschen“ eingestuft ist.

Alternative: Schadstofffreie Kindermöbel

Vor diesem Hintergrund ist die Gesundheitsverträglichkeit von Kindermöbeln besonders wichtig. Und tatsächlich bieten immer mehr Hersteller schadstofffreie, ökologisch produzierte Möbelstücke für das Kinderzimmer an.

Optimalerweise bestehen diese Kindermöbel aus Massivholz: Es wird dabei unter anderem auf MDF und Pressspan verzichtet, welche in der Regel Giftstoffe enthalten. Ein weiterer Vorteil von Massivholzmöbeln ist, dass sie lange halten und auch mehrere Umzüge problemlos überstehen.

Welche Kriterien müssen Öko-Kindermöbel erfüllen?

Felix Orinsky, Konzeptentwickler der Billi-Bolli Kindermöbel GmbH, hat uns Fragen zu diesem Thema beantwortet.

Welche Kriterien müssen Ihre Produktionsmaterialien erfüllen?

FELIX ORINSKY: Die Auswahl der von uns verwendeten Materialien erfolgt nach strengen Kriterien. Drei der wichtigsten sind:

  • Langlebigkeit: Unser Ziel ist, Produkte herzustellen, die viele Jahrzehnte lang benutzt werden können. Daher haben wir besondere Anforderungen an Stabilität und Haltbarkeit, denn Möbel für Kinder werden besonders beansprucht.
  • Schadstofffreiheit: Wir kaufen nur unbehandeltes Massivholz, das auch von uns während des gesamten Produktionsprozesses unbehandelt bleibt, außer der Kunde wünscht eine Oberflächenbehandlung.
  • Nachhaltige Forstwirtschaft: Unser Holz ist FSC- bzw. PEFC-zertifiziert, denn wir möchten mit der Herstellung unserer Möbel den ökologischen Kreislauf nicht belasten.

Wie stellen Sie sicher, dass diese Kriterien wirklich erfüllt werden?

FELIX ORINSKY: Wir prüfen sorgfältig sämtliche Inhaltsstoffe aller von uns verwendeten Materialien. Das fängt beim Holz an und hört bei den Schraubverbindungen auf. Auch bei der möglichen Behandlung mit Ölwachs oder farbigem Lack verwenden wir ausschließlich biologische Produkte, die nachweislich keine giftigen Inhaltsstoffe enthalten.

Was die nachhaltige Forstwirtschaft angeht, lassen wir uns von all unseren Lieferanten regelmäßig die entsprechenden Zertifikate vorlegen.

Aus welchem Grund verwenden Sie speichelfeste Lacke auf Wasserbasis?

FELIX ORINSKY: Vor allem kleinere Kinder neigen dazu, Dinge in den Mund zu nehmen. Unsere Produkte sind dafür zwar zu groß, aber es ist nicht auszuschließen, dass Kinder mit dem Mund damit in Berührung kommen. Daher ist es wichtig, dass der Lack auch bei Befeuchtung, z.B. mit Speichel oder Schweiß, keine Inhaltsstoffe abgibt. Dies ist auch in der Norm DIN EN 71-3 („Sicheres Kinderspielzeug“) vorgeschrieben. Dass die Lacke wasserbasiert sind, beruht wieder auf unserem Grundsatz, nur schadstofffreie Materialien zu verwenden. Bei anderen Lösungsmitteln wäre das nicht sichergestellt.

Verwenden Sie auch Holzverbundprodukte?

FELIX ORINSKY: Für das Gerüst unserer Kinderbetten und Möbel verwenden wir Massivholzbalken aus einem Stück, ohne Leimfugen. Dies ist charakteristisch für die Optik unserer Produkte. Für einzelne Teile wie dekorative Elemente (z.B. Ritterburgausstattung) verwenden wir außerdem Multiplex- und Dreischicht-Material. Dadurch sind diese Teile noch stabiler, da sie oft aus dünneren Brettern bestehen. Auch hier achten wir natürlich darauf, dass nur ungiftige Leime verwendet werden.

Vielen Dank für diese Informationen, Herr Orinsky.

Auf Nachhaltigkeit wird besonderer Wert gelegt

Was ist nun Nachhaltigkeit? Gut verständlich ist beispielsweise folgende Definition: „Nachhaltige Entwicklung ist eine Entwicklung, die gewährt, dass künftige Generationen nicht schlechter gestellt sind, ihre Bedürfnisse zu befriedigen als gegenwärtig lebende.“ (Quelle: www.nachhaltigkeit.info).

Darunter muss auch eine Produktion verstanden werden, die den Arbeitern und ihren Nachkommen nicht schadet und bei welcher andere nicht benachteiligt werden. Vor allem aber ist auch ein schonender Umgang mit Ressourcen gemeint – an Ressourcen sparen oder sie so zu fertigen, dass sie wiederverwendbar sind. Oftmals werden die Folgekosten für die Umwelt (Abholzung von Wäldern, Vergiftung weiter Landstriche) oder gesundheitliche Schäden für die Menschen und die Kosten der Behandlung nicht berücksichtigt. Hier greift der Nachhaltigkeitsaspekt bereits.

So gibt es viele Möglichkeiten, effizient und sparsam mit Ressourcen umzugehen: Die einmalige Auslieferung der Ökokisten nach Vierteln spart eventuell vielen einzelnen Autofahrten zu Supermärkten und bietet nur gesunde Bio-Produkte an. Ressourcenschonend ist weiterhin das Prinzip Second-Hand – ob Möbel, Kleidung oder sonstige alltäglichen Gebrauchsgegenstände, sie erfüllen optimalerweise für viele Generationen ihren Zweck.

Am Beispiel Bio-Kindermöbel sieht man, dass sie dem Prinzip der Nachhaltigkeit entsprechen:

  • aufgrund der Verwendung ressourcenschonender Ausgangsprodukte
  • aufgrund der Vermeidung umweltschädigender Herstellungsverfahren und
  • aufgrund des Potentials zur langfristigen Nutzung

Fazit: Massive Holzmöbel für Kinder sind eine lohnende Investition

Es lohnt sich also, in gute, hochwertige Möbel zu investieren: Holzmöbel aus Massivholz, die keiner weiteren Bearbeitung durch Schadstoffe bedürfen, werden heute immer häufiger gefragt – auch weil man sie heutzutage leichter wieder verkaufen kann. Wenn die Kinder wachsen und zu groß für das Bett werden, ist es heute leicht möglich, das Bett auf Second-Hand-Portalen zu verkaufen.

- Artikel vom MjUuMTEuMjAxNQ==

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