Frauen und Karriere – Immer noch ein Konfliktthema? Berufsleben

Frauen sind heute im Berufsleben in nahezu allen Bereichen aktiv – und selbst in der Bundeswehr übernehmen sie längst nicht mehr nur Sanitätsdienste. Doch die Frage nach der Chancengleichheit der Geschlechter ist nach wie vor ein kontroverses Thema. Das zeigt nicht zuletzt die Diskussion um die Frauenquote in Führungspositionen von Unternehmen, die quer durch alle politischen Lager ihre Befürworter wie Gegner findet.

Warum machen so wenig Frauen Karriere in Top-Positionen?

Eine der zentralen Fragen in diesen Diskussionen ist, warum nach wie vor weniger Frauen Karriere in Führungspositionen machen als Männer. Das gilt nicht nur für die Vorstände der DAX-Konzerne, sondern auch für andere Bereiche bis hin zu Hochschulen und Universitäten. So ist in Deutschland laut einer Studie des statistischen Bundesamtes nur knapp jede fünfte Professur mit einer Frau besetzt:

Mit einem Frauenanteil an der Professorenschaft von 28,8 Prozent ist Berlin einsamer Spitzenreiter unter den Bundesländern, doch in Schleswig-Holstein entfallen nicht einmal 15 Prozent der Professuren auf Frauen.

Kinder und Beruf – nach wie vor ein Problem

Als Ursache dafür, dass so wenige Frauen Karriere in Spitzenpositionen machen, wird häufig die traditionelle Rollenverteilung in der Familie genannt. Auch heute sind es in vielen Familien die Frauen, die bei der Kindererziehung und im Haushalt zumindest den größeren Teil der Belastungen tragen.

Erst kürzlich wurde in einer Umfrage der TNS Forschung die Unvereinbarkeit von Kindern und Karriere mit Abstand am häufigsten genannt, als nach den Hindernissen für einen größeren Frauenanteil in Führungspositionen gefragt wurde.

Gleichzeitig erklären jedoch neun von zehn jungen Frauen, laut einer Untersuchung des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung, mit Kindern leben zu wollen:

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Immer noch Nachteile beim Verdienst

Die Doppelbelastung durch Familie und Beruf ist jedoch nur für einen Teil der Fälle verantwortlich, in denen Frauen ihre Karriere lange vor dem Erreichen des Gipfels abbrechen oder beruflich nicht mehr weiterkommen. So verdienen Frauen in vielen Positionen nach wie vor weniger als Männer. Der durchschnittliche „Gender Pay Gap“ in Deutschland beträgt seit Jahren 23%, wie eine Statistik des Statistischen Bundesamtes belegt:

Meist bleibt als Ausweg nur eine berufliche Neuorientierung oder ein Jobwechsel. Vor Letzterem sollten Sie keinesfalls aus falscher Bescheidenheit zurückschrecken, denn er kann mit einer beachtlichen Gehaltsverbesserung verbunden sein. Suchen Sie zurzeit nach einem qualifizierten Job? Dann schauen Sie z.B. bei Experteer. Dort finden Sie sicher zahlreiche ansprechende Angebote. Einen Versuch ist es allemal wert.

Unterschiedliche Präferenzen im Berufsleben

Allerdings sollten Frauen ihre Karriere wohl auch systematischer planen und vorantreiben. Befragt nach ihren Prioritäten im Beruf, werden Aspekte wie Karriereplanung, Networking und die Teilnahme an Mentoring-Programmen von Männern häufiger genannt als von Frauen, während Frauen stärker auf Aus- und Weiterbildung sowie flexible Arbeitsverhältnisse achten.

Hier können Unternehmen aktiv gegensteuern. Denn eine Frauenquote sehen zwar 60 Prozent der Frauen als mögliche Hilfe bei der Karriere an, sie liegt damit in der Bedeutung jedoch weit hinter der Förderung durch die Gesellschaft oder durch einen Vorgesetzten, die 94 Prozent beziehungsweise 87 Prozent der Frauen als hilfreich erachten:

Damit wird deutlich, dass die „klassischen“ Karrierehemmnisse wie geringer Verdienst und Probleme bei der Vereinbarkeit von Kindern und Beruf zwar nach wie vor eine große Rolle spielen, dass es aber gleichzeitig auch Punkte gibt, in denen die Unternehmen offenbar auch jenseits der Frauenquoten dazu beitragen können, dass mehr Frauen Karriere machen.

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Nutzen Sie Ihre Qualitäten

Dass Frauen heute wesentlich mehr Wert auf Ihre Karriere legen, als in früheren Zeiten, legen ist deutlich. Zwar haben Sie immer noch einige Nachteile gegenüber Ihren männlichen Kollegen, diese gleichen sich aber in den letzten Jahren aus, auch wenn es noch lange dauern wird, bis die volle Gleichberechtigung erreicht ist.

Vor allem das Thema „Familie“ hält Frauen von einer beruflichen Karriere ab. Aber wenn Sie sich als Frau auf Ihre Qualitäten konzentrieren und sich bewusst machen, welche Qualifikationen Sie vorweisen können, werden Sie eine Chance habe, beruflich erfolgreich zu sein. Wenn sich auch die Unternehmen den heutigen Gegebenheiten anpassen, sollte in Zukunft gleichberechtigten Karrierechancen nichts mehr im Wege stehen.

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- Artikel vom MTUuMDEuMjAxMw==

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