Wüsten Reise -c- StockSnap - Pixabay Urlaub

Wüstenreisen und Wüstenexpeditionen gehören nach wie vor zu den größten Abenteuern, die Reisende überhaupt erleben können. Diese Reisen bringen uns an die trockensten und lebensfeindlichsten Orte der Welt. Wir möchten in unserem Bericht über den Urlaub in der Wüste die schönsten und faszinierendsten Wüsten der Erde vorstellen: Ob als Ort für unvergessliche Abenteuer oder als Ort der Ruhe, Einkehr und Selbsterkenntnis – Wüsten sind besonders spannende Reiseziele und Wüstenreisen sind alles andere als „öde“.

Was ist eine Wüste?

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Dünen in der Namib, der Wüste an der Südwestküste Afrikas © Djwosa / pixabay.com

Woran denken Sie, wenn Sie an eine Wüste denken? Riesige Sanddünen und mörderische Hitze? Dann unterliegen Sie der typisch westlichen Vorstellung, dass nur Sandwüsten „echte“ Wüsten sind. Das ist allerdings falsch. 25 Prozent der Landflächen der Erde sind von Wüsten bedeckt. Und nur etwa 20 Prozent davon sind klassische Sandwüsten.

Allgemeine Merkmale einer Wüste sind:

  • extrem wenig bis kein Niederschlag (weniger als 150 Liter pro Quadratmeter im Jahr)
  • wenig bis keine Vegetation (auf weniger als 5 Prozent der Oberfläche wachsen Pflanzen)
  • extreme Hitze oder Kälte

Diese Merkmale treffen auf viele Regionen der Welt zu. Doch feinkörniger Sand bedeckt nur wenige Wüstengebiete. Meist finden sich

  • Kies,
  • Stein,
  • Felsen oder
  • Salz.

Zudem gibt es extrem kalte Eiswüsten, die wir in diesem Beitrag allerdings nicht näher behandeln möchten.

Hitzewüsten werden wiederum nach geographischer Lage näher bestimmt. Es gibt:

  • subtropische Trockenwüsten, die sich entlang der nördlichen und südlichen Wendekreise ziehen.
  • Binnenwüsten im Landesinneren, die sehr weit vom Meer entfernt sind.
  • Regenschattenwüsten, die an der Windschattenseite von Gebirgen oder in Talsenken entstehen.
  • Nebelwüsten, die meist an kontinentalen Westküsten gelegen sind.

Trotz der Extrembedingungen sind auch Wüsten voller Leben. Die Tier- und Pflanzenwelt ist perfekt an die dort herrschenden Bedingungen angepasst. Zum Beispiel gedeihen in Trockenwüsten Xerophyten und Halophyten. Erstere überstehen den dauerhaften Wassermangel unbeschadet, während die Halophyten den hohen Salzgehalt des Wüstenbodens verkraften. Sogar Mikroorganismen gedeihen in Trockenwüsten ideal (und nach neuesten Studien wesentlich vielfältiger als im Regenwald!).

Extremerfahrungen – Wüstenreisen und Wüstenexpeditionen

Wüstenreisen sind eine Extremerfahrung. Reisende wenden sich für die Zeit ihres Urlaubs vollkommen von der modernen Gesellschaft ab und entdecken oft ein Leben wie vor hunderten von Jahren: naturverbunden und auf das Nötigste beschränkt, weit ab vom Massentourismus und vom alltäglichen Luxus.

Nicht nur die ungewohnte Lebensweise macht einen Wüstenurlaub zu einem Extremerlebnis. Besonders die starken Temperaturschwankungen sind eine Herausforderung für den Körper. Temperaturunterschiede von 30 Grad Celsius zwischen Tag und Nacht sind keine Seltenheit und belasten das Herz-Kreislauf-System. Im Winter fallen die nächtlichen Temperaturen zeitweise auf Minusgrade. Es besteht dann die Gefahr, in der Wüste zu erfrieren.

Und auch psychisch ist die Wüste ein echter Härtetest. Einsamkeit und Hitze belasten den Geist. Reisen in die Wüste sind somit eine absolute Grenzerfahrung. Wer sich diesem Abenteuer stellt, wird jedoch mit einem der wundervollsten Erlebnisse seines Lebens belohnt.

Diese Arten von Wüstenurlaub gibt es

Grundsätzlich sind zwei Beweggründe festzustellen, die Menschen dazu veranlassen, in der Wüste einen Urlaub zu verbringen. Die einen treibt die Abenteuerlust, die anderen treibt die Sinnsuche. Oft lassen sich auch beide Ziele miteinander verbinden. Spezialisierte Reiseveranstalter bieten eine große Auswahl unterschiedlicher Wüstenreisen an. Darunter sind zum Beispiel:

  • Wander- und Trekkingreisen
    Eine mehrtägige Wüstenwanderung und der Verzicht auf feste Unterkünfte, der damit einhergehen kann, dass die Wüstenwanderer ihren Schlafplatz mitunter zwischen Dünen finden, ist ein ganz besonderes Erlebnis, das oft nur wenige Reisende in kleinen, überschaubaren Gruppen miteinander teilen. Ortskundige, lokale Guides, die die Wüste wie die Falten ihrer Kopftücher kennen, führen die Wanderer durch Sandwelten und / oder durch scheinbar undurchdringliche Felsengewirre. Die einheimischen Reisebegleiter kennen stets den Platz, der sich am besten zum Ausrollen des Schlafsackes eignet und kredenzen aus den Zutaten, die zumeist auf Kamelen oder Dromedaren mitgeführt werden, landestypische Köstlichkeiten.
    Teilnehmer an Wüstenreisen beziehungsweise Wüstenwanderungen, die zum Beispiel in der Dschiddat al-Harasis- oder der Rub al-Chali-Wüste im Oman sowie in der Sahara in Marokko oder Ägypten angeboten werden, können auf allen Ebenen sinnlich genießen. Sie erfahren die unendliche Weite der Wüste, die ihnen beim Erwandern erst recht zu Bewusstsein kommt, sie können sich in der geradezu schreienden Stille auf sich selbst zurückbesinnen und sie dürfen schmackhafte Speisen – vielleicht beim abendlichen Sitzen um das Lagerfeuer – dort verköstigen, wo sonst nur ausgefuchste Wüstenbewohner einen Bissen ergattern, ein bemerkenswerter Kontrast zwischen Kargheit und Fülle. Das und noch viel mehr bedeutet eine Erlebnisreise durch die Wüste. Neugierig geworden?
  • Pferde- oder Kameltrekking-Reisen
    Wer nicht oder nicht nur selbst die Füße in die Wanderschuhe und dann in den Wüstensand stecken möchte, kann im Rahmen von Wüstenreisen zu Pferd oder zu Kamel die Wüste erleben. Wie auf den eigenen Füßen können Reisende sich auch auf dem Rücken von zweifellos trittsichereren Vierbeinern ganz auf sich, auf Fragen des eigenen Lebens und Lebensweges konzentrieren; während bis zum Horizont nichts als Wüste zu sehen ist und während sie vielleicht am Fuß oder auf dem Kamm von teilweise über 400 Meter hohen Dünen reiten – und sich dabei ganz klein auf der großen, weiten Welt vorkommen.

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    Wüstenurlaub: Kameltrekking in der Sahara © JimboChan / pixabay.com

    Die Begleiter auf solch einer Wüstentour mit Kamel oder Pferd sowie abseits von Stress und Alltagshektik sind zumeist Nomaden, die die Karawanen gekonnt und sicher lenken. Mit der Erfahrung des Naturwunders Wüste und dem Erleben und Hinterfragen des eigenen Ichs geht dadurch auch immer das Entdecken der archaischen Welt der wandernden Wüstenvölker einher. Reisende lernen die Wüste und ihre Bewohner wahrhaftig kennen UND tragen mit Hilfe der Einnahmen, die ihre Reise für die Nomaden bringt, dazu bei, dass die Karawanen- und Nomadenkultur weiterbestehen kann. Auch für Pferde- und Kameltrekkings gibt es vielerlei Ziele. Darunter sind zum Beispiel die Sinai-Wüste in Ägypten, die Sahara in Mauretanien, in Tunesien, in Tschad und in Sudan sowie die Wüste Gobi und die Taklamakan-Wüste in China.

  • Yoga- oder Meditationsreisen
    Die Wüste und Yoga? Das lässt sich auf einer Yoga- oder Meditationsreise durch die Wüste ganz hervorragend miteinander in Einklang bringen. Immerhin hilft die Stille und Abgeschiedenheit der Wüste, die Rückbesinnung auf das eigene Sein dabei, sich bei den Yogaübungen auf den eigenen Atem, auf den Rhythmus des eigenen Herzens und auf die Haltungen zu besinnen, in die der Körper gebracht wird.

Neben den Yoga- und Meditationseinheiten, die in der Wüste zumeist bei Sonnenaufgang und bei Sonnenuntergang anstehen (zwei täglich wiederkehrende Ereignisse, die hier besonders spektakulär sind), gehören oft Elemente der zuvor angeklungenen Arten von Wüstenurlaub zur Reise. Das heißt, zusätzlich zur täglichen Yogapraxis sind oft der Besuch von Zeltlagern der Nomaden, Ausflüge per Kamelkarawane und Wüstenwanderungen Teil des Reiseprogramms.

  • Safarireisen
    Die Kombination aus einem Wüstenurlaub (mit all seinen bereits beschriebenen Facetten) und einer Tiersafari ist ebenfalls ein äußerst lohnendes Abenteuer für Wüstenreisende. Bei einer solchen Tour begibt sich die Reisegruppe meist nicht nur zu Fuß oder auf einem Reittier auf die Spur von Wildtieren. Auch im Geländewagen werden die Fährten von Elefanten, Löwen, Nashörnern und Co. aufgenommen – wie in allen anderen Fällen von Wüstenurlaub jeweils unter fahrkundiger Führung von einem einheimischen Guide oder Ranger. In der Namib oder der Kalahari in Namibia oder Botswana beispielsweise lassen sich bei einer Wüstensafari mit etwas Glück unter anderem Antilopen, Elefanten, Flusspferde, Geparden, Giraffen, Gnus, Leoparden, Impalas, Löwen und Zebras beobachten.
  • Abenteuertouren mit dem Geländewagen oder mit dem Quad
    Für Wüstenurlauber, die nach Adrenalin lechzen, sind vermutlich die Touren interessant, die neben dem Kamelritt und dem BBQ bei den Beduinen auch Sandboarding (eine dem Snowboarding ähnliche Brettsportart auf dem Sand), eine Dünen-Quadtour oder / und Dune-Bashing mit dem Geländewagen anbieten. Besonders in der Al Marmoom-Wüste in der Nähe von Dubai und in der Rub al-Chali-Wüste im Süden der arabischen Halbinsel werden solche Erlebnisse angeboten, die oft nur einen Tag oder besser zwischen vier und acht Stunden dauern und in jede Form von Urlaub zu integrieren sind.
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Quadtour in Ägypten © ivabalk / pixabay.com

Nachteil dieser Art von Mini-Wüstenreise ist allerdings oft, dass der gebuchte Geländewagen nicht der einzige ist, der sich durch den orangefarbenen Sand wühlt. Meist treffen sich in den eigentlich einsamen Wüstenregionen ganze Kolonnen von Fahrzeugen und Urlaubern. Zudem beeinträchtigen die Touren die Wüstenlandschaften, so dass immer mehr Reiseveranstalter auf nachhaltigen Tourismus in Form von Kamel- oder Trekkingtouren setzen.

 

Reisen mit special interest-Charakter

Zudem werden immer häufiger Expeditionen und Reisen mit special interest-Charakter angeboten, beispielsweise:

  • Wüstenreisen nur für Frauen,
  • archäologische Reisen,
  • Entdeckungsreisen für Meteoritensucher oder
  • Safaris für Reptilienliebhaber.

Besonders Wüstenreisen für Frauen haben für viele Ladies schon seit einiger Zeit eine ähnliche Anziehungskraft wie die Wüste selbst. Dabei ist es unerheblich, ob die Damen Singles oder verheiratet sind – das Reisen in einer Gruppe mit anderen Frauen, die ähnliche Befindlichkeiten, Erlebensweisen und Wahrnehmungen besitzen, macht den Wüstenurlaub für die Teilnehmerinnen noch entspannender und eindrucksvoller. Was es für eine Frau bedeutet, nahezu sämtliche Utensilien für ihre tägliche Pflege ebenso zurückzulassen wie eine größere Auswahl an Kleidung und sich – eines leichteren Rucksacks zuliebe – auf das Wesentliche zu beschränken, das kann so mancher Mann nicht nachempfinden. Ebenso wenig wie die Überwindung, die es viele Damen kostet, sich ungeschminkt und womöglich ungewaschen sowie mit ungestylten Haaren zu zeigen. Das Wissen und Erkennen, dass alle Mitreisenden dieselben Problemchen haben, schweißt die Gruppenmitglieder schnell zusammen und macht aus den Reisegefährtinnen eine verschworene Einheit.

Frauen sind darüber hinaus weit mehr als Männer an nachhaltigem Tourismus interessiert. Sie legen Wert darauf, umweltfreundlich und sozialverträglich zu reisen. Das eint die Frauen, die an Wüstenreisen für Frauen teilnehmen, unter Umständen ebenso wie ein – gegenüber Männern – ausgeprägterer Hang zur Spiritualität. Nicht selten sind zum Beispiel auch Yogareisen reine Frauenreisen und ist die Devise: unter Gleichgesinnten reist es sich angenehmer.

Unsere Empfehlungen

Urlaub in der Wüste – diese Dinge sollten beachtet werden

Egal, aus welchem Grund es ein Wüstenurlaub sein soll, diese Tipps helfen, die Reise zu planen und das Vorhaben erfolgreich umzusetzen:

  • Reisen Sie dann, wenn dort, wo Sie den Wüstenurlaub verbringen wollen, Winter ist. Dann sind die Temperaturen in der Wüste recht mild. Allerdings wird es nachts extrem kalt.
  • Tragen Sie tagsüber luftige Kleidung, die möglichst viel Haut bedeckt. Richten Sie sich zum Beispiel nach den Beduinen, bei denen zeitweise nur die Augen sichtbar sind.
  • Tragen Sie festes Schuhwerk, auch bei extremen Temperaturen. In der Wüste lauern Skorpione, Schlangen und andere giftige Lebewesen. Und medizinische Hilfe wird sich in der Einöde nur schwer finden.
  • Reisen Sie nicht allein, sondern nehmen Sie einen erfahrenen Guide mit oder schließen Sie sich einer Kleingruppe an. Wüstengebiete sind zu gefährlich, um leichtsinnig zu sein.

Am sichersten reisen Wüstenurlauber, wenn sie sich an Veranstalter wenden, die auf weltweite Wüstenreisen spezialisiert sind. Die Reiseanbieter verfügen über reichlich Erfahrung und können mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Unsere kleine Entdeckungstour durch die schönsten Wüsten der Erde

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Eindrücke aus der Atacama-Wüste, die sich an der Pazifikküste Südamerikas erstreckt © PaisJoana / pixabay.com

Wir gehen auf eine Reise um die Welt. Auf jedem Kontinent, selbst in Europa, finden sich Wüsten. Und alle haben ihren ganz besonderen Charakter. Sie führen uns zurück zu den Ursprüngen der Menschheit, an Orte, die zugleich lebensfeindlich und faszinierend sind. Wir geben einen Überblick über die schönsten Wüstenreiseziele weltweit.

Die großen Wüsten Afrikas – Sinnbilder des Kontinents

Afrika gilt als der Inbegriff eines Wüstenkontinents. Etwa 40 Prozent der Landfläche bestehen aus Wüsten. Die größten drei sind:

  • die Sahara im Norden,
  • die Namib im Westen und
  • die Kalahari im zentralen Süden.

Während die Sahara und die Kalahari typische Wendekreiswüsten sind, ist die Namib eine Nebelwüste an der Westküste des Kontinents. Durch die Lage direkt am Meer entstehen immer wieder große Nebelfelder, die ins Landesinnere ziehen und der Namib eine einmalige Atmosphäre verleihen.

Die berühmteste Wüste Afrikas ist aber eindeutig die Sahara. Sie ist die größte Trockenwüste der Welt und erstreckt sich über 9 Millionen Quadratkilometer. Zum Vergleich: Deutschland ist etwa 357 000 Quadratkilometer groß. Die Sahara ist also fast 26 Mal größer als Gesamtdeutschland.

Aber auch einige kleine Wüsten prägen die Landschaft der afrikanischen Staaten. Dazu gehören:

  • die Ferlowüste im Senegal und
  • die Danakilwüste in Äthiopien und Somalia.

Zunehmend touristisch erschlossene Wüstenregionen wie die

  • libysche,
  • arabische und
  • nubische Wüste oder
  • die Ténéré in Niger

gehören geographisch zur Sahara. Auch die marokkanischen Wüsten Erg Chebbi und Erg Chegaga sind Sahara-Regionen, die besonders von Reisenden besucht werden, die sich selbst und die Natur erfahren möchten.

Vorderasiatische Wüsten – Abenteuer der Sandwüsten

Die vorderasiatischen Wüsten gehören zu den beliebtesten touristischen Zielen für Abenteuerreisende. Es handelt sich um:

  • die Sinai auf der Sinai-Halbinsel in Ägypten,
  • die Negev in Israel,
  • die Wüsten auf der arabischen Halbinsel (nicht zu verwechseln mit der arabischen Wüste in Ägypten), die große Nefud und die Rub al-Chali.

Besonders beeindruckend ist die Rub al-Chali, die größte Sandwüste der Welt. Allerdings ist sie auch eine der am schwersten zugänglichen Wüsten. Menschliche Kultur findet sich nur an den Wüstenrändern. Die hohen Dünen der Sandwüsten stellen für Motorrad-, Quad- und Geländewagenfans ein beliebtes Ziel dar.

Die Wüsten in Asien – Reise ins Unbekannte

Über den ganzen südlichen asiatischen Kontinent ziehen sich Trockenwüsten. Die wichtigsten sind:

  • die Gobi in China und der Mongolei,
  • die Karakum in Turkmenistan und Usbekistan,
  • die Taklamakan in China und
  • die Thar in Indien.
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Die Wüste Gobi in der Mongolei © hbieser / pixabay.com

Viele der Wüstenregionen sind westlichen Reisenden noch unbekannt. Genau diese Regionen sind aber oft besonders für Erlebnisurlauber interessant. Reisende müssen sich allerdings auch in den asiatischen Wüsten auf extreme Bedingungen einstellen. In der Wüste Gobi zum Beispiel kann es im Winter nachts bis zu -65 Grad Celsius kalt werden.

Die Wüsten in Südamerika – Expeditionen in vergangene Zeiten

Drei bekannte Wüstenregionen bestimmen die Landschaft der Westküste des südamerikanischen Kontinents:

  • die Atacama in Chile, die als trockenste Wüste der Welt gilt,
  • die Nazca-Ebene in Peru und
  • die Patagonische Wüste im Süden des Kontinents.

Besonders für anthropologisch interessierte Reisende sind die Wüsten Südamerikas interessant. In der Atacama wurden beispielsweise die ältesten Mumien weltweit gefunden. Sie sind etwa 20 000 Jahre alt.

In der Nazca-Ebene entdeckten Forscher in den 1920er Jahren aus der Luft gewaltige Scharr-Zeichnungen. Der ursprüngliche Sinn der sogenannten Nazca-Linien ist bis heute nicht ganz geklärt. Sie können die riesigen Bilder bei einem Flug über die Wüstenebene aber immer noch sehen. Ein einmaliges Erlebnis!

Zudem liegt in Bolivien die größte Salzwüste der Welt. Die Salar de Uyuni ist ein wirklich erstaunlicher Ort:

Nordamerikas Wüsten – vom wilden Westen bis zur glitzernden Millionenstadt

Die Wüsten Nordamerikas sind einfach anders. Während Reisende in den anderen Wüsten der Welt absoluter Stille und Abgeschiedenheit begegnen, haben sich vor allem die USA „ihre“ Wüsten auf kreative Art und Weise zunutze gemacht. Zum Beispiel liegt das Spielerparadies Las Vegas in der Mojave-Wüste. In dieser Wüste befindet sich auch das einsame Death Valley, der heißeste Ort der Welt, der schon zur Zeit der ersten Siedler gefürchtet war.

Die recht kleine Black Rock Desert in Nevada wird einmal jährlich Schauplatz des wohl ungewöhnlichsten Festivals der Welt: des Burning Man.

 

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Doch auch in den nordamerikanischen Wüsten finden sich absolute Abgeschiedenheit und Einkehr. Zum Beispiel bei schamanischen Reisen zu den Indianern, die teilweise immer noch an den Rändern der Wüstengebiete leben.

Hier eine Übersicht der bedeutendsten Wüsten des Kontinents:

  • die Mojave in den USA,
  • die Black Rock Desert in den USA,
  • die Sonora in Mexiko und den USA,
  • die Chihuahua im Grenzgebiet zwischen Mexiko und den USA.

In Nordamerika befindet sich zudem die kleinste Wüste der Welt: die Carcross-Wüste in Kanada. Sie ist nur wenige Kilometer groß.

Wüsten in Australien – Backpacking-Trips auf dem Kontinent der Gegensätze

Der kleinste Kontinent Australien ist an sich schon ein Land der Extreme. Das Landesinnere wird bestimmt von heißen Wüsten und urwüchsigen Regenwäldern mit langen Regenphasen.

Zu den größten Wüsten gehören:

  • die große Sandwüste,
  • die große Victoria-Wüste,
  • die Simpsonwüste und
  • die Nullarbor-Wüste.

Australien ist ein Traum für Backpacker. Wer das „Outback“ erkunden möchte, sollte grundsätzlich nicht allein aufbrechen. Im Landesinneren lauern zahlreiche Gefahren, darunter unter anderem die giftigste Schlange der Welt, der Inland-Taipan.

Damit Sie sich ein Bild der Größe der Wüstenregionen in Australien machen können: Allein die große Sandwüste ist etwa so groß wie Deutschland.

Die einzige Wüste Europas

Auch in Europa gibt es eine Wüste: die Wüste von Tabernas in Andalusien/Spanien. Diese Wüste gilt als trockenster Ort Europas. Da die Winde vom Mittelmeer das Gebiet nicht erreichen, fällt in dieser Region kaum Niederschlag.

 

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Aufgrund ihrer Ähnlichkeit mit den Wüsten Nordamerikas ist die Tabernas beliebte Kulisse für Kinofilme. Dort wurden nicht nur viele Westernklassiker wie „Spiel mir das Lied vom Tod“ gedreht, sondern zum Beispiel auch „Der Schuh des Manitu“ oder „Indiana Jones“.

Das größte Abenteuer des Lebens

Haben wir Ihre Neugier auf die Wüste geweckt? Erleben Sie selbst eine oder gar mehrere Wüsten dieser Erde. Reisende werden fasziniert sein von der Stille, den intensiven Farben und den reduzierten Formen und die Menschen vor Ort werden die Urlauber ebenso begeistern wie der glitzernde Sternenhimmel. Und Sie werden sich selbst wieder richtig wahrnehmen und spüren lernen – nicht umsonst werden Wüstenreisen oft mit Pilgerreisen wie dem Jakobsweg verglichen, die nicht nur an ein bestimmtes Ziel, sondern vor allem zum eigenen Selbst führen. Trauen Sie sich in die Wüste! Es wird das Abenteuer Ihres Lebens – garantiert!

- Artikel vom MTUuMTEuMjAxOA==

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