Klassischer Schmuck lässt jede Frau funkeln © Levon / Fotolia.com Fashion

Schmuck, Juwelen, Geschmeide – allein diese Worte sind so verheißungsvoll, dass in unserer Fantasie sofort Bilder von silbernen, weiß-, rosé- und gelbgoldenen Ketten, Armbändern, Ohrringen und Ringen und von Steinen in sämtlichen Farben des Regenbogens auftauchen. Kaum eine Dame kann sich dem Zauber entziehen, der von den glänzenden Kleinodien ausgeht, die Hals, Handgelenk, Ohrläppchen und Finger verzieren und selbst die besonnenste Frau dazu bringen, immer mehr und mehr besitzen zu wollen.

Die Tatsache, dass es Schmuck im wortwörtlichen Sinne schon zu Centbeträgen gibt (Beispiel: Kristall-Ohrstecken für 0,01 EUR!!), erlaubt es, Ohrringe und Ketten anzuhäufen und jedem Trend zu folgen; beispielsweise dem Trend der Körperketten – Frauenparadies berichtete. Doch wir schwärmen nicht von Modeschmuck, der – schon aufgrund seines günstigen Preises – attraktiv sein kann. Uns zieht es zu Diamanten, Perlen und edlen Mineralien: Hochwertiger, klassischer Schmuck läuft gar nicht erst Gefahr, aus der Mode zu kommen. Wir graben erstmal tief in den Edelsteinminen und versuchen herausfinden, was klassische Schmuckstücke so besonders macht…

Was macht klassischen Schmuck aus?

Mit „klassisch“ ist keinesfalls das Gegenteil von „modern“ gemeint. Klassischer Schmuck ist vielmehr so zeitlos, dass er immer modern ist und seine Aktualität nie verliert. Das liegt zum einen an den vorherrschenden schlichten Formen. Diese lenken die Aufmerksamkeit des Betrachters nicht allein auf das Schmuckstück, sondern sind eher darauf ausgelegt, die Persönlichkeit der Trägerin zu unterstreichen, den Look einer Frau nicht zu übertrumpfen, sondern elegant abzurunden. Zum anderen besticht klassischer Schmuck durch edle Materialien und deren kunstvolle Verarbeitung.

Die Kombination aus schlichten, zeitlosen Formen, die trotz sich wandelnder Mode und sich verändernden Geschmacks überdauern, sowie edlen Materialen, denen Reibung, Schweiß, Öle und Verschleiß nichts anhaben können, verhilft klassischen Schmuckstücken zu ihrer Beständigkeit. Wir lieben genau das! Genauso wie es bereits unsere Großmutter empfunden hat, werden auch die nachfolgenden Generationen an einem Schmuck-Klassiker, einem echten, unvergänglichen Schatz, ihre Freude haben.

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Klassischer Schmuck – diese Diamantkette ist ein brillantes Beispiel © shevacreations / pixabay.com

Diamantschmuck – die Königsklasse

Der Diamant ist der König der Edelsteine. Sein Name kommt aus dem Griechischen und bedeutet unbezwingbar, unverwundbar. Das bezieht sich darauf, dass den Diamant nichts schneiden oder anderweitig versehren kann – außer einem anderen Diamanten. Sämtliche Monarchen der Geschichte haben sich mit Vorliebe mit dieser seltenen, unzerstörbaren Kostbarkeit gezeigt, die extremem Druck (100 bis 150 Kilobar) und sehr hohen Temperaturen (über 1000 Grad, die 150 bis 300 Kilometer unter der Erde herrschen) entspringt, aus reinem Kohlenstoff besteht und vor über einer Milliarden Jahren entstand. (Die Schadstoffe aus der Luft, die Daan Roosegaarde in Peking in „Diamanten“ verwandelt, haben damit freilich nichts zu tun.)

Um den Herrschern der Welt das Privileg des Sich-Schmückens mit Diamanten zu sichern, erließ der französische König Ludwig IX. ein Dekret, das Frauen das Tragen der Steine verbot. Diese Vorschrift hatte jedoch nicht lange Bestand. Heute darf sich jede Frau mit dem richtigen Schmuckstück wie eine Königin fühlen.

Auch Diamanten brauchen den richtigen Schliff

Die Schönheit eines mit einem oder mehreren Steinen besetzten klassischen Schmuckstücks hängt auch von der Qualität des oder der Diamanten ab – und die Qualität bestimmt auch den Preis. Vier festgelegte Kriterien geben über die Güte der Steine Auskunft und charakterisieren jeden Diamanten, selbst wenn es mit bloßem Auge oftmals nicht zu erkennen ist, als einzigartiges Schmuckstück. Um überhaupt erst seine Magie und sein Feuer entfalten zu können, muss der unscheinbare Rohdiamant einen langwierigen Prozess durchlaufen. Er muss aufwendig geschliffen und poliert werden, wobei auch das Können des Edelsteinschleifers von Bedeutung ist.

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Je besser der Schliff ist, desto wertvoller ist der Stein und desto mehr bringt der Diamantschmuck seine Trägerin zum Strahlen. Denn die durch das Schleifen entstehenden eckigen Flächen, die Facetten, leiten das Licht innerhalb des Steins und bei jeder Bewegung funkelt das Schmuckstück und lässt seine Klasse und seinen Wert erkennen. Der gelbe Tiffany-Diamant (der „Tiffany Yellow“) schillert beispielsweise in 82 Facetten.

Ein Ring, SIE zu begeistern: der Diamantring

Das klassischste Stück Diamantschmuck ist zweifellos der Diamantring. Durch einen Ring, der keinen Anfang und kein Ende besitzt und damit Unendlichkeit symbolisiert, wird der unvergängliche Diamant perfekt ergänzt – daher ist der beliebteste Verlobungsring ein Diamantring. Auch Trauringe für Damen kommen selten ohne den König der Edelsteine aus. Ein Solitärring mit einem einzigen, hochkaratigen Diamanten verleiht jedem Outfit den letzten Schliff. Als einziges Schmuckstück an einer Hand getragen, kommt er perfekt zur Geltung und in Weißgold oder Platin gefasst, erhöht sich sein Wert. Da der Diamant – wenngleich es auch rosé-, pink-, champagner- und cognacfarbene, bräunlich-grünliche, blaue und schwarze Diamanten gibt – meist farblos ist, passt ein Diamantring zu Outfits in allen Farben. Zum Solitärring am Finger können auch eine Kette mit Diamantanhänger, vorzugsweise mit einem einzelnen, eingefassten oder von Krabben gehaltenen Stein, und Diamantohrstecker hinzukommen. Doch Achtung: Ein ganzes Set sollte eher zu einem Anlass und zur Abendrobe getragen werden. Im Alltag heißt es, einzelne Akzente setzen. Ein Diamant wirkt definitiv schon für sich allein.

Edelsteinschmuck – für jeden Geschmack und jedes Sternzeichen

Wie beim Diamanten, der ebenfalls ein Edelstein ist, macht auch bei anderen Edelsteinen erst das Schleifen aus einem unscheinbaren Rohstein ein edles, funkelndes Juwel. Weil Edelsteine erst bearbeitet werden müssen, um ihre Vollkommenheit zu offenbaren, sind sie Symbole für die Selbstveredelung des Menschen. Schon in der Bibel werden Edelsteine erwähnt. Aus ihnen ist laut Offenbarung des Johannes das himmlische Jerusalem – der paradiesähnliche Ort der Endzeit nach der Apokalypse – erbaut. Doch nicht nur in der christlichen Symbolik spielen Edelsteine eine Rolle. Auch in der Astrologie werden den Monaten und den entsprechenden Tierkreiszeichen Edelsteine zugeordnet. Der Monatsstein, so der Volksglaube, bringt dem unter seinem Einfluss geborenen Menschen Glück. Daher begann man in Polen einst, seinen Geburtsstein als Glücksstein zu tragen – ein Brauch, der sich schnell verbreitete und auch heute Bestand hat.

Die Zuordnung der Edelsteine zu den Monaten und Sternzeichen war und ist in verschiedenen Zeiten und Kulturen unterschiedlich, was womöglich auf die Vorkommen der Steine im jeweiligen Land oder der jeweiligen Region zurückzuführen ist. Die gängigste Zuordnung, die auch heute noch von Juwelieren vorgenommen wird, ist folgende:

  • Januar (Steinbock): Granat
  • Februar (Wassermann): Amethyst
  • März (Fische): Aquamarin
  • April (Widder): Diamant
  • Mai (Stier): Smaragd
  • Juni (Zwillinge): Perle
  • Juli (Krebs): Rubin
  • August (Löwe): Peridot
  • September (Jungfrau): Saphir
  • Oktober (Waage): Opal
  • November (Skorpion): Citrin
  • Dezember (Schütze): Türkis
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Ideal für Februargeborene: Ein Amethyst von Diamanten umgeben und in Weißgold gefasst © sarakgraves / pixabay.com

Auch verschiedene heilende Kräfte werden Edelsteinen zugeschrieben – die Seite edelsteine.net listet die Wirkung von Steinen auf.

Egal, ob eine Frau ihren Edelsteinschmuck passend zum Sternzeichen wählt, auf eine bestimmte Wirkung hofft oder einfach zu ihrer Lieblingsfarbe greift: Schmuck mit echten Edelsteinen hat Klasse. Und klassischer, mit Edelsteinen besetzter Schmuck lebt von schlichten Formen, zurückgenommenen Fassungen und wunderschönen Schliffen, die den Stein perfekt zur Geltung bringen. Wie jede Frau, so ist auch jedes Juwel – ob Edelsteinkette, Edelsteinohrringe, Edelsteinarmband oder Edelsteinring – ein Unikat. Denn selbst, wenn die Fassung gleich ist, so ist doch der Stein anders – er ist ein Naturprodukt, das immer leicht in Feuer, Farbe und Reinheit variiert.

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Perlenschmuck – natürlich und gezüchtet schön

Wie Edelsteine sind auch Perlen natürliche Rohstoffe. Die Entstehung einer Perle dauert anders als die eines Edelsteins jedoch nicht mehrere Jahrmillionen, sondern nur einige Jahre. Das Fischen nach natürlichen Perlen findet kaum noch statt. Lediglich zehn Prozent der Perlen sind natürlichen Ursprungs. Zu 90 Prozent werden Zuchtperlen zum Verkauf angeboten – der Preis für natürliche Perlen ist etwa um das zehnfache höher.

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Natürliche Perlen sind selten – auch mit Zuchtperlen erstrahlt klassischer Schmuck © NeuPaddy / pixabay.com

Man unterscheidet verschiedene Arten von Zuchtperlen:

Akoyaperlen sind Salzwasserperlen. Schon vor einem Jahrhundert (1916) wurde mit der Zucht dieser Perlen begonnen. Der Perlenzüchter führt dabei in die Austern, die in abgeschirmten Salzwasserzonen in Käfigen leben, eine kleine Menge Perlmutt und ein Stück Austerngewebe ein. Um den Fremdkörper zu isolieren, umhüllt ihn die Auster mit dicken Perlmuttschichten, die nach und nach zur Perle werden. Die weiße Akoyaperle mit ihrem faszinierenden Glanz (Lüster) prägte das Bild der perfekten Perle. Es gibt jedoch auch weißrosé- und cremefarbene sowie silbergraue Akoyaperlen. Die Größen variieren zwischen zwei und neun Millimetern im Durchmesser.

Süßwasserperlen, die den größten Anteil der Zuchtperlen bilden, werden nicht im Meer, sondern in Seen und Flüssen gezüchtet. Dazu braucht es oft keines eingepflanzten Kerns. Süßwasserperlen sind weiß, rosé-, pfirsich- und lachsfarben sowie braunviolett, kommen in Größen zwischen zwei und 20 Millimetern vor und sind überwiegend nicht rund (dies trifft nur auf ein bis zwei Prozent der Ernte zu), sondern haben ganz verschiedene, auch der Kugel angenäherte Formen.

Die aus der Südseemuschel gewonnene Südsee-Zuchtperle ist aufgrund ihrer Größe von durchschnittlich neun bis 15, oft aber auch bis zu 20 Millimetern die Königin der Zuchtperlen. Die Farben variieren zwischen silberweiß, weißrosé, creme und champagner.

Die Tahitiperlen, die auf den Inseln und Atollen von Französisch-Polynesien gezüchtet werden, kommen in Farbtönen von silber bis tief dunkelgrau vor und haben einen Durchmesser von acht bis 15 Millimetern. Neben den großen Exemplaren der weißen und goldenen Südseeperle sind Tahitiperlen am teuersten.

Die klassischste Form des Perlenschmucks ist wohl die Perlenkette, die zum Business-Kostüm ebenso wie zum Cocktailkleid oder zum etwas weiter ausgeschnittenen Woll- oder gar Kaschmirpullover passt. Aber auch Perlenarmbänder und Perlenohrringe, die selbst bei kleinem Budget erschwinglich sind, passen immer und zeugen von einem sicheren und eleganten Stil.

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Sich mit einem Schmuck-Klassiker beschenken lassen oder sich selber beschenken?

Die Antwort auf diese Frage ist ganz einfach: Warum nicht beides? Als Geschenk ist klassischer Schmuck nicht nur ein Schmuckstück, sondern auch ein Erinnerungsstück – an den Schenkenden, an die Situation, in der das Geschenk überreicht wurde und an ein Gefühl, das mit dem Geschenk oder dessen Annahme verbunden ist. Kauft und beschenkt sich Frau mit den Juwelen selbst, ist mit dem Schmuckstück in jeden Fall ein Gefühl des Stolzes verbunden – Stolz darauf, dass sie sich etwas lange gewünscht, darauf gespart und dann geleistet hat. Natürlich kann auch Frau sich zu einem bestimmten Anlass beschenken. Beispielsweise zu einer bestandenen Prüfung oder einer überstandenen schweren Zeit. Auch dann ist der Schmuck ein Erinnerungsstück, und zwar an die eigene Stärke.

- Artikel vom MTAuMDguMjAxOA==

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